"Kaninchenzucht ist ein Hobby mit Herz und Verstand" - so lautete das Leitwort, das zugleich Programm war bei der 12. gemeinsamen Zuchwartschulung der Kreise Weiden und Tirschenreuth. "Große Freude an kleinen Tieren" lautete der ergänzte Gedanke beim gemeinsamen Erfahrungstausch der Kleintierfreunde.
Als Anerkennung für seine 24-jährige Tätigkeit als Kreisvorsitzender (Kreis Tirschenreuth) wurde Ludwig Grillmeier zum Kreisehrenmitglied ernannt. Der Mitterteicher Kaninchenfreund zeigte sich davon überrascht. "Ich hatte keine Ahnung", bekannte Grillmeier nach der Würdigung im Vereinsheim des "Stiftländer Heimatvereins". "Es war eine schöne Zeit", blickte der Geehrte auf vergangene Jahre zurück. Die Auszeichnung bildete den besonderen Höhepunkt beim gemeinsamen Treffen beider Züchterkreise, zu dem die Kreisvorsitzenden Wolfgang Brunhofer (Weiden) und Wolfgang Gründl (Tirschenreuth) eingeladen hatten.
Zahlreiche Züchter waren der Einladung gefolgt, um Neues zu erfahren. Egal ob es sich um "Castor-Rex" handelte, wie vom Eschenbacher Züchter Alexander Sporr in den Blickfeld gerückt, oder um "Zwerg-Widder-Satin-wildfarbig", wie von Hans Schieder (Oberlind, Landkreis Neustadt/WN) vorgestellt: Ausnahmslos zeigten sich die Schulungsteilnehmer von den vorgestellten Tieren und ihren besonderen Eigenschaften angetan. Informationen aus erster Hand, nicht nur über die Genehmigungsverfahren bei Neuzüchtungen, sondern auch über erforderliche Standards, konnten von dem Treffen mit nach Hause genommen werden.
"Heugewinnung" war ein weiteres Thema, dem sich Kreiszuchtwart Wolfgang Liedl widmete. Hierbei ging es unter anderem um den Zeitpunkt des Mähens. Dieser sollte - wie Liedl ausdrücklich betonte - erst nach der Blütezeit erfolgen. "Wichtig ist die Heulagerung", legte er das sorgfältige Augenmerk auch darauf. Hans Schieder fügte wichtige Details rund um die Nestkontrolle hinzu. Über die Ergebnisse der Tagung des Landesverbandes informierte der stellvertretende Bezirkszuchtwart Alois Hösl aus Neustadt an der Waldnaab. Bürgermeister Toni Dutz überbrachte die Grüße der gastgebenden Marktgemeinde. "Züchterarbeit ist eine Leidenschaft, die sowohl euch, als auch den Tieren zugutekommt", sagte Dutz. "Eure Anliegen sind aller Anliegen", fügte er in seiner Grußrede hinzu. Anerkennend ergänzte Dutz: "Ihr seid ein wertvoller Bestandteil unserer Gesellschaft."
Wiesau
13.07.2018 - 15:28 Uhr
Von Heugewinnung bis Nestkontrolle
von Werner Robl
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