„Nikolaus wurde ich bereits vor 30 Jahren. Der Spendenhintergrund kam später hinzu“, erzählt Ewald Oppl, der Langeweile längst aus seinem Wortschatz verbannt hat und auch außerhalb der Adventszeit viel unterwegs ist. „Ich bin immer auf Achse, um Gutes zu tun.“ Wie viel Geld bislang zusammenkam, kann der fleißige Botschafter in Sachen „guter Zweck“ exakt gar nicht sagen: „10.000 Euro oder vielleicht sogar mehr“, zieht er vorsichtig Bilanz. „Ich bin immer wieder überrascht von der Spendenfreudigkeit“, fügt er anerkennend hinzu. „Absagen erhalte ich nur äußerst selten.“
Die Unterstützung, die Oppl gibt, ist vielfältig. Er nennt nur wenige Beispiele: „Ich beschenke mit meinem Beitrag Kinder, die sich eine Klassenfahrt nicht leisten können.“ Für die Kühleinrichtung der Mitterteicher Tafel organisierte er eine Sonder-Kollekte. Mit dem Inhalt des "Klingelbeutels" beschenkte er die Vorsitzende der Tafel. Oppl ergänzt: „Das BRK geht nie leer aus.“ Regelmäßig taucht der Wiesauer auch beim Faschingsball der Selbsthilfegruppe Behinderte-Nichtbehinderte auf, um auf stets originelle Weise eine Finanzspritze vorbeizubringen.
Auch außerhalb Wiesaus zeigt er sich wohltätig: Am Herzen liegen ihm auch die "Feuerkinder". „Früher habe ich meinen Jahresurlaub geopfert, um auf Spenden-Rundreise gehen zu können“, berichtet Oppl, der sich jetzt aus gesundheitlichen Gründen im vorzeitigen Ruhestand befindet. Die Gedichte, die stets auch einen lokalen Bezug haben, schreibt er selbst. „Auf das Markenzeichen bin ich stolz.“ Unterstützt wird er dabei von seiner Familie.
Eine Auszeit gönnt sich Ewald Oppl regelmäßig in seiner Fahrradwerkstatt, in der er sich als „Zweirad-Doktor“ betätigt. Rund 100 reparaturbedürftige Räder hat der 57-Jährige bereits zu sich in die Garage geholt, um sie aufzubereiten und verkehrssicher zu machen. „Wer sich kein eigenes Rad leisten kann, kann sich für einen geringen Obolus eines aussuchen“, versichert er. Seine Spendenbüchse hält er immer bereit.
Nach Weihnachten tritt Oppl auch als Starkbier-Redner auf, um weiter zu sammeln. Zu seinem Aufgabengebiet gehört auch der „Fosnatnigl“ bei der Faschingsgesellschaft Wiesau Weiß-Blau. Als Quereinsteiger betätigt er sich nunmehr auch als Ministrant. Ehrenamtlich ist er zudem beim BRK tätig. „Damit alles gut gelingt, organisiere ich alle Jahre am 15. August eine Fußwallfahrt nach Tirschenreuth“, fasst der hilfsbereite Wiesauer seine Arbeit, zu der auch das Hofstatt-Ballett, das Theaterspielen und das eine oder andere mehr gehört (falls es die Zeit und die Gesundheit erlauben), zusammen.














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