26.08.2018 - 14:07 Uhr
WiesauOberpfalz

"Kaiser von Wiesau" gefeiert

Der Bauhof wird am Freitag zur Festhalle. Mehr als 350 geladene Gäste feiern dort den 60. Geburtstag von Toni Dutz nach. Und es tritt auch ein Mann ans Rednerpult, mit dem der Jubilar gar nicht gerechnet hatte.

von Werner RoblProfil

Den "Runden", hatte er im Kreise der Familie auf einem Kreuzfahrtschiff gefeiert, auf dem auch die "Altneihauser Feierwehrkapell'n" war und ihm ein Ständchen gespielt hatte. Nun durften beim "Familienfest" auch alle anderen gratulieren. Regierungspräsident Axel Bartelt kam dazu am Freitagmorgen ins Rathaus.

Auch Löffler gratuliert

Die Fete im Bauhof begann am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen. Dort gratulierten dann auch der Bezirkstagspräsident und Chamer Landrat Franz Löffler, die Landräte Wolfgang Lippert (Tirschenreuth) und Karl Döhler (Wunsiedel), OB Kurt Seggewiß (Weiden), Bürgermeister Josef Flatscher aus Freilassing, viele Landkreis-Bürgermeister, Freunde aus Dubai, Weggefährten und Vereinsabordnungen und, und und. Sie alle wollten "dem legitimen Nachfolger Gustl Langs" (wie in einer Rede zu hören war) die Hand schütteln. Dazu spielte die "Falkenberger Zoiglmusik", die später von den "Tanngrindler Musikanten" abgelöst wurden.

Eindringlich hatte der Gastgeber gebeten, von großen Reden abzusehen. Ganz verhindern konnte er sie nicht. Gut aufgelegt begrüßte Dutz die Gäste. Angesichts der Presseschelte für das von ihm beim Geburtstag von Bernd Sommer in Waldsassen vor einigen Wochen verlesene Hessegedicht empfahl er den Gästen, von solch "deplatzierten Gedichten" Abstand zu nehmen.

Bezirkstagspräsident Franz Löffler, zugleich Landrat von Cham, würdige die Leistungen des Jubilars auf Kreis- und Bezirksebene. Von einer "Führungspersönlichkeit" sprach der Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert. Als kleines Geschenk hatte der Landrat einen gelbfarbenen "Citrin-Brocken" dabei. Das Quarzgestein sei ein Symbol für die Steine, die oft auf dem Weg liegen und beiseite geräumt werden müssten, was der Jubilar bisweilen energisch erledige. Das große Engagement brachte er auf folgenden Nenner: "Toni ist viel unterwegs und überall anzutreffen. Manchmal begegnet er sich auf der Straße selber."

Zweiter Bürgermeister Fritz Holm meinte zu Dutz: "Du bist der richtige Bürgermeister für Wiesau. Du stehst als Politiker für eine gute Mischung aus Charme, Durchsetzungsvermögen und Oberpfälzer Humor." Sichtbar seien die vielen Projekte, allgegenwärtig sei noch der Nordgautag. "Das Großereignis hat alles Dagewesene übertroffen."

"Liebe Fangemeinde von Toni Dutz", wandte sich Weidens Bürgermeister Kurt Seggewiß an die Gäste und bemerkte: "An Dutz kommt man nicht vorbei. Die Zusammenarbeit macht Spaß." Alfred Scheidler überbrachte die Glückwünsche der CSU-Kreistagsfraktion. "Dutz wird wahrgenommen." Es gratulierte auch der Plößberger Bürgermeister und Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages, Lothar Müller: "Wie die USA haben auch wir einen 'D.T.'. Der Heimatverbundene 'D.T.' ist uns aber lieber", merkte der Sprecher an.

"Wir laufen uns oft über den Weg", bemerkte Freilassings Bürgermeister und persönlicher Freund Sepp Flatscher: Bei Problemen, die der CSU-Politiker anpackt, wird er ein ganz Großer.

Im Namen der Wiesauer Vereine trat Kartellvorsitzender Michael Klarner ans Rednerpult. "Mach weiter so Toni, und bleibe gesund." In der humorvollen Rede, anschließend vorgetragen vom Kapellmeister der "Tanngrindler Musikanten", Frieder Roßkopf, wurde die Ortsumbenennung in "Dutzau" gefordert. Umgeben von "Quälgeistern" sei der "Kaiser von Wiesau" ein harter Verhandlungspartner. "Dutz ist aber auch ein verlässlicher und geselliger Freund."

Ewald Oppl steigt in Bütt

Zu später Stunde überraschte Ewald Oppl noch mit eine Büttenrede. Man könne die doch auch im August anbieten, kommentierte er den ungewöhnlichen Zeitpunkt. Der Wiesauer Komödiant - verkleidet in Weiß-Blau - forderte ein Mehr an historischen Bauten. So könne man doch die Burg Falkenberg an den Kreuzberg verlagern, dort habe man kaum Probleme mit dem Lärmschutz, verwies er auf den angrenzenden Gottesacker.

Für einen besonderen "Augenblick" sorgte auch die Tanzgruppe "Temptation" vom Turnerbund Jahn, wo Toni Dutz seit 1971 Mitglied, bzw. seit zehn Jahren aktiver Turnrat ist. Der TB Jahn verlieh ihm in Anerkennung seiner Leistungen die Ehrenmitgliedschaft. Ein Feuerwerk folgte als Überraschung. Die Wiesauer und Schönhaider Sänger sangen ein Ständchen.

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