07.06.2019 - 11:20 Uhr
WiesauOberpfalz

Laut(h)er schöne Bücher

Nach der Grenzlaut(h)e 2014 und Selbstlaut(h)e von 2016, stellt Hans Günther Lauth sein neuestes Werk Laut(h)stark vor. In dem stark autobiografisch angehauchten Werk geht um gereimte und ungereimte Erinnerungen.

Sein Wintergarten ist der bevorzugte Ort des Autors zum Schreiben.
von Norbert Grüner Kontakt Profil

Mit seinen "Grenzlaut(h)en" ist Hans Günther Lauth vor fünf Jahren ein erfolgreiches Debüt gelungen. 2016 folgten die genauso erfolgreichen "Selbstlaut(h)e". Nach drei Jahren, in denen der Autor fleißig geschrieben hat, hat er jetzt einen dritten Titel herausgebracht. Darin geht es um das Leben des Autors, aus dem er in Geschichten und Gedichten erzählt. Er sagt: "Vielen älteren Lesern dürften die Ereignisse bekannt vorkommen. Die jüngere Generation dagegen wird eine für sie unbekannte Zeit kennenlernen."

Radio-Hitparade

In "Die Zwölf der Woche" beschreibt er zum Beispiel die gleichnamige Radio-Hitparadensendung, auf die die Jugendlichen damals die ganze Woche lang hinfieberten, um endlich das Neueste ihrer Idole zu hören. Streaming-Dienste gab es damals nicht, Platten waren teuer und im Radio oder Fernsehen kamen kaum einschlägige Sendungen - außer eben "Die Zwölf der Woche" oder im TV der "Beat-Club". Dem Text des Bob-Dylan-Songs "The times they are a-changin'" hat Lauth in seinem neuen Buch einen oberpfälzischen Anstrich verpasst. "Das könnte man sogar singen", sagt der Autor. Ein Erlebnis in einem französischen Hotel mit einem eigenartigen Hotelier hat ihn vor geraumer Zeit an den Hitchcock-Klassiker "Psycho" erinnert. "Passiert ist nichts in dieser geheimnisvollen Nacht, aber es war schon ein wenig gruselig", sagt der Autor, ohne Einzelheiten zu verraten. Auch über Kunst macht er sich in seinem 116-seitigen Werk Gedanken. Da gelte heutzutage die Prämisse "mehr Schein als Sein". Je weniger man, zum Beispiel auf einem Gemälde, erkennen könne, desto mehr ließe sich hineininterpretieren, ließe sich darüber reden. Alle Fotos im Buch hat Hans Günther Lauth selbst gemacht.

Denn neben der Schreiberei ist sein zweites großes Steckenpferd die Fotografie. Mit diesem Medium ist er in der Region mindestens genauso bekannt. Zahlreiche Ausstellungen, viele davon zusammen mit seinem Freund und Weggefährten Walter Pilsak, hat er bereits bestückt.

Geboren ist Hans Günther Lauth in Falkenstein im Landkreis Cham. Der Oberpfälzer "mit eigener selbstbewusster Sichtweise", wie er sich selbst bezeichnet, ging in Regensburg zur Schule, studierte an der Technischen Universität München und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Berufsschullehrer in Fürth, Aschaffenburg und zuletzt 32 Jahre in Wiesau. Die Orte und Landschaften seiner Stationen haben sich auf seine Mundart ausgewirkt, die vornehmlich in seiner Lyrik zum Ausdruck kommt.

Grenzlandschreiber

Der zweifache Großvater ist als Autor und Fotograf tätig und bekannt. 2015 gründete er die Vereinigung die "Grenzlandschreiber". Er ist Mitglied des "Literarischen Arbeitskreises Mitterteich" und in weiteren kulturellen Vereinen tätig. Hintergrund

Hintergrund:

Am Freitag, 14. Juni, liest Hans Günther Lauth um 18 Uhr in der Stadtbücherei Waldsassen aus seinem neuesten Werk. Das Buch ist im Handel unter der ISBN-Nummer: 978-3-947247-30-1 zum Preis von 11,90 Euro verfügbar. Erschienen ist es in einer Auflage von 200 Exemplaren im Eckhard-Bodner-Verlag Pressath.

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