Wiesau
11.03.2021 - 11:47 Uhr

Lob und Kritik von Wiesaus Bürgermeister Toni Dutz

Nicht zum ersten Mal äußerte sich Bürgermeister Toni Dutz im Marktrat Wiesau zu aktuellen Themen. Er sparte nicht mit Kritik. Es gab aber auch Lob.

Blick auf die zertrümmerten „Street-Buddys“ Archivbild: wro
Blick auf die zertrümmerten „Street-Buddys“

Am Ende der jüngsten Marktgemeinderatssitzung thematisierte Bürgermeister Toni Dutz die Corona-Pandemie. Dutz kritisierte politisch Verantwortliche. „Meiner Meinung nach wird Corona derzeit für den Wahlkampf missbraucht“, klagte der Bürgermeister. „Die Maßnahmen dürfen nicht dazu führen, dass der Mittelstand hops geht. Die geschlossenen Läden, Gasthäuser, aber auch der Stillstand in anderen Einrichtungen und bei den Vereinen machen mir große Sorgen.“

Die Mitarbeiter im Landrats- und Gesundheitsamt seien zu bewundern, betonte Dutz. In kürzester Zeit hätten sie es geschafft, Betriebe in systemrelevante und nicht relevante einzuteilen. Damit habe man aber auch ein Problem geschaffen, ergänzte Toni Dutz. „Wer Abgrenzungen verursacht, schafft auch Ausgrenzungen.“ Seiner persönlichen Ansicht nach gebe es aber nur ein „Corona-positiv und ein Corona-negativ“. Mit deutlichen Worten forderte Dutz, mehr Impfdosen für den Landkreis Tirschenreuth bereitzustellen.

Keine neuen Erkenntnisse gebe es in Sachen zerstörter "Street-Buddys". Erneut missbilligte Dutz die Tat eines Unbekannten (oder mehrerer Personen) an der Hauptstraße beziehungsweise am Apelweg.

Für brachliegende Grundstücke müsse ein Lösungsansatz gefunden werden, warf Bürgermeister Dutz einen Blick auf einen vielleicht möglichen Hebesatz C bei der Grundsteuer. Zudem fragte der Bürgermeister am Ende der Marktratssitzung: „Wie kann man eine Baugenehmigung beschleunigen? Wir werden die digitale Bauakte mit Interesse verfolgen.“

Stichwort Bahnhof: Mit der Deutschen Bahn AG pflege man die Kontakte. Die Telematik-Anlage (Eigentum der Bahn) müsse zeitnah ausgebaut werden, forderte Dutz. Er sei zuversichtlich, dass spätestens im Herbst auch in diesem Bereich mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden könne. Bezüglich der Arbeiten im restlichen Bahnhofsgebäude finde die Vergabesitzung am 7. April statt, informierte der Bürgermeister auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Kurz darauf könnten erste Arbeiten anlaufen.

Warum Ziegler-Fahrzeuge derzeit die neue Verbindungsstraße zum älteren Industriegebiet meiden würden, wollte FW-Marktrat Franz Dürrschmidt wissen. Dazu nahm Geschäftsleiter Thomas Weiß Stellung: „Wenn die zweite Einfahrt zum Ziegler-Betriebsgelände fertig ist, wird die Straße von den Fahrzeugen auch befahren.“

 
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