31.08.2020 - 14:30 Uhr
WiesauOberpfalz

Maria und Gottfried Hankl feiern Diamantene Hochzeit in Mühlhof

Vor 60 Jahren schlossen Maria und Gottfried Hankl den Bund der Ehe. Die Diamantene Hochzeit feiert das Jubelpaar mit einer Andacht und einem Beisammensein nahe ihres Wohnhauses.

Mit einer Andacht in der Mühlhofer Franziskus-Kapelle feierten Maria und Gottfried Hankl ihre Diamantene Hochzeit. Es gratulierte die Familie, zudem Pfarrer Konrad Amschl (rechts) und Bürgermeister Toni Dutz (links).
von Werner RoblProfil

Das Jubelpaar war überglücklich, dass die Andacht an der Franziskus-Kapelle und das erhoffte Familientreffen zustande kommen durfte. „Corona machte die Planungen nicht einfach. Umso mehr freuen wir uns, auf das gemeinsame Wiedersehen bei Oma und Opa in Mühlhof, um mit ihnen zu feiern“, gestand Schwiegersohn Karl-Heinz Konrad bei seiner Ansprache im Namen der Familie. Zudem hatte er versprochen – als persönliches Geschenk – die Andacht mit dem Akkordeon auch musikalisch zu umrahmen.

Ihren Lebensabend verbringen Maria und Gottfried Hankl im westlich von Wiesau gelegenen Weiler Mühlhof. Aus der gemeinsamen Ehe gingen die Töchter Waltraud und Lisa hervor. Geschenkt wurden ihnen viele Jahre später auch die Enkelkinder Stefan, Christian, Martin, Stephanie und Lena. Zudem – erst vor kurzem – folgte die Urenkelin Lena. Der heute 84-jährige Gottfried arbeitete bis zu seiner Rente im Tonwerk. Maria Hankl (82) trug als Schneiderin zum Einkommen der Familie bei. Beschäftigt war sie bei der Bekleidungsfirma Kärner in Wiesau. Wie sie sich kennenlernten, erfuhren wir auf Anfrage. „Wir saßen im Triebendorfer Wirtshaus beieinander“, blickten sie zurück. „Dort hat es halt dann gefunkt“, ergänzte Gottfried Hankl und drückte seiner Frau Maria dabei die Hand. „Mehr gibt es darüber nicht zu erzählen“, fügte der Mühlhofer hinzu. Das Triebendorfer Wirtshaus hat seine Türen aber schon lange geschlossen. Man erinnert sich aber noch gerne an den geselligen Ort bei den Kastanien, bzw. an die Dorfwirtin Dora Rahn.

Vor Pfarrer Josef Plecher, zuvor am Standesamt, gab man sich im August 1960 das Jawort. Erneuert wurde es am vergangenen Samstag an der Gebetsstätte am Ortsrand. Die feierliche Andacht mit dem Stadtpfarrer aus Bärnau, Konrad Amschl, war ein besonderer Wunsch des Jubelpaares. Er sei gerne nach Mühlhof gekommen, um die Diamantene Hochzeit mitzufeiern, betonte der aus Wiesau bzw. vom Kreuzberg stammende Seelsorger. Für den Gottesdienst hatte sich Amschl auch eine persönliche Ansprache aufgeschrieben. „Als ihr euch damals für das Sakrament der Ehe entschieden habt, lag das Leben noch vor Euch“, erinnerte der Geistliche an die 1960er Jahre. Amschl sprach von einer "nicht einfachen, sicher auch entbehrungsreichen" Zeit. Das Töchter-Paar, Waltraud und Lisa und die später hinzugekommenen Enkel- und Urenkel, beschrieb Amschl als „wichtige Zeugnisse der gemeinsamen Liebe.“ An anderer Stelle erinnerte der Geistliche auch an ein Zitat des verstorbenen Bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß: „Dankbar rückwärts, mutig vorwärts, gläubig aufwärts.“ Amschl mahnte, den Blick immer auch auf Gott zu richten. „Eure Liebe und all das, was ihr erleben dürft, habt ihr ihm zu verdanken.“ Aus dem Korintherbrief zitierte Tochter Waltraud Konrad, die Fürbitten trugen die Enkelkinder vor. Gedanken, eingebunden in ein Gebet für die Eltern bzw. Großeltern, trug Tochter Lisa Härtl vor.

Mit dem Segen Gottes, dem Marienlied „Segne du Maria“ und einem gesungenen Dankeschön, ging's danach zur Feier in den benachbarten Stadel. Dort, im familiären Kreis, ließ man das Jubelpaar hochleben. „Ich wünsche Euch noch viele und erfüllte Jahre“, gab ihnen der Bärnauer Stadtpfarrer mit auf den Weg. Die Glückwünsche der Marktgemeinde überbrachte der Wiesauer Bürgermeister Toni Dutz.

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