(wro) Mehrheitlich befürworteten die Markträte die von Diplom-Ingenieur Bernhard Bartsch vorgelegte Bauleitplanung für die Errichtung zweier Freiflächen-Photovoltaikanlagen bei Wiesau. Unter den Zuhörern befanden sich auch die davon betroffenen Landwirte aus den Marktgemeinden Wiesau und Fuchsmühl. Entstehen sollen die Anlagen am "Ritterteich" südlich von Wiesau und am westlichen Dorfrand von Tirschnitz, nahe dem Fuchsmühler Gemeindeteil Fürstenhof. Der genaue Zeitplan blieb noch offen.
Die Markträte trafen jedoch für den entsprechenden Aufstellungsbeschluss für eine Bauleitplanung noch keine Entscheidung. Dazu müsse erst noch mit dem Investor wegen der Übernahme der Kosten gesprochen werden. Der Name des potenziellen Bauherren wurde in der Sitzung nicht genannt.
Bereich des Naturparks
Bürgermeister Toni Dutz verwies darauf, dass die Gespräche noch laufen würden. Zudem müssten auch die Einverständniserklärungen der von der Maßnahme betroffenen Landwirte eingeholt werden, fügte der Rathauschef hinzu. Die rund sieben bis acht Hektar große Fläche am "Ritterteich" und auch die etwas kleinere nördlich von Tirschnitz liegen im Bereich des Naturparks Steinwald.
Sie befänden sich aber außerhalb der Schutzzone, betonte Diplom-Ingenieur Bartsch. Eine Anlage für die Gewinnung erneuerbarer Energien hatte den Gemeinderat bereits vor acht Jahren beschäftigt. Der Gedanke wurde aber nie realisiert. Mit Fotomontagen zeigte Bartsch, wie sich die Anlage harmonisch ins Landschaftsbild einfügen soll. Zum gemeindlichen Wald solle ein Sicherheitsabstand eingehalten werden, wurde dem Planer empfohlen.
Große Mehrheit stimmt zu
Thomas Streber (FW) stellte den Antrag, dass über die beiden Flächen gesondert abgestimmt werden sollte. Bei je einer Gegenstimme aus den Reihen der Freien Wähler beziehungsweise der CSU wurden die Projekte mit zehn Ja-Stimmen mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht.
"Wir stellen einen Antrag auf Stabilisierungshilfe, andere tun das schließlich auch", kündigte Bürgermeister Toni Dutz an. Die beantragte Summe beträgt 3 288 363 Euro und soll die Gemeindekasse entlasten. Das angeforderte Geld wolle man für die Ablösung von Darlehen (1 081 163 Euro), die Eigenanteile am barrierefreien Rathausumbau (1 126 100 Euro) und für die Schönhaider Dorferneuerung (60 000 Euro) verwenden, rechnete Dutz vor.
Weitere 1 021 000 Euro sollen für Straßen- und Brückenbausanierungen eingesetzt werden. Für die Gewährung von Stabilisierungshilfen müssten finanzielle oder strukturelle Härten nachgewiesen werden, informierte Dutz. Ebenso müsse der Sparwille nachgewiesen werden, ließ er weiter anklingen.
Dutz bekräftigte den Antrag mit dem Einwohnerrückgang in Höhe von rund fünf Prozent in den vergangenen zehn Jahren. Ebenso schneide der Markt bei der Steuerkraft im Vergleich zu Gemeinden vergleichbarer Größe um rund 33 Prozent schlechter ab. "Den Sparwillen haben wir bereits vor einem Jahr im Haushaltskonsolidierungskonzept nachgewiesen", betonte der Rathauschef. "Ob der Antrag Erfolg haben wird, ist derzeit noch nicht abschätzbar." Dutz empfahl, dem Antrag zuzustimmen, was der Marktrat einstimmig tat.
Weiter vorangetrieben wird das Gewerbegebiet, das im Osten der Marktgemeinde entstehen soll. Inzwischen sind die Stellungnahmen der Behörden, Fachstellen und der Bürger zur geplanten Änderung des Flächennutzungsplans eingegangen, informierte der Sinzinger Bartsch. Die Anregungen, auch im Bezug auf den Natur- Lärm- und Gewässerschutz, werde man aufgreifen und umsetzen, versprach der Planer. Einstimmig wurde das Vorgehen befürwortet.














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