06.12.2019 - 10:18 Uhr
WiesauOberpfalz

Mitreißendes Benefizkonzert für das Rote Kreuz

Der Musikverein Wiesau pflegt seit Jahren ein sehr gutes Verhältnis zum Roten Kreuz, das die Musiker bei so manchem Konzert vielfältig unterstützt. Beim Benefizkonzert hieß es nun: „Jetzt sind wir einmal für euch da.“

Dirigent Josef Polata leitete das Orchester gewohnt souverän.
von Werner RoblProfil

Die BRK-Bereitschaft Wiesau freut sich über eine Woge der Sympathie, die sich auch im Spendenaufkommen niederschlägt. Zuletzt war es die Marktgemeinde Wiesau, die 5000 Euro zur Verfügung stellte, um das neue und dringend benötigte Fahrzeug für die Helfer vor Ort finanzieren zu können. Damit seien die ehrenamtlichen Helfer ihrem Ziel ein sehr großes Stück näher gekommen, ließ Bürgermeister Toni Dutz anklingen. "Bitte leisten Sie auch heute einen Beitrag. Das BRK wird es Ihnen danken", betonte das Gemeindeoberhaupt zu Beginn der Benefizveranstaltung im Pfarrheim St. Michael.

"Anfang August haben wir erfahren, dass aufgrund eines Motorschadens das bisher genutzte Fahrzeug nicht mehr für HvO-Einsätze genutzt werden kann", erinnerte Johannes Schöner. Der Musikverein-Vorsitzende berichtete, dass man sich vor wenigen Wochen für ein Benefizkonzert ausgesprochen habe, um der BRK-Bereitschaft "in irgendeiner Weise unter die Arme zu greifen". Schöner stellte in Aussicht, dass man den Reinerlös und auch die "Spenden aus dem Schweinchen und der Spendenbox" dem Roten Kreuz zur Verfügung stellen werde. Bereits während des Konzerts gewährte die Faschingsgesellschaft Weiß-Blau eine Unterstützung. Präsident Helmut Gleißner überreichte dem BRK 150 Euro.

Modern und konzertant

Der Musikverein Wiesau präsentierte sich an diesem Abend in einem neuen Outfit. Vorbereitet hatte man auch ein neuorientiertes Programm: "Wir können nicht nur traditionell böhmisch, wir können auch modern und konzertant", versprach Christa Polata, die durch den Benefizabend mit zahlreichen Höhepunkten führte. Den Auftakt machten die ganz jungen Instrumentalisten. "Sie stimmen uns auf den Advent ein", machte Polata "ihr" Flötentrio und das dreiköpfige Klarinettentrio bekannt, die mit vorweihnachtlichen Melodien den Abend einläuteten.

Dirigiert wurde die Musikkapelle, für die danach die Bühne frei war, von Josef Polata. Auf Vorweihnachtliches verzichtete man aber bewusst. "Sie werden in den kommenden Tagen noch viele Weihnachtslieder hören", betonte Vorsitzender Schöner und verwies auf das folgende Programm, wo an erster Stelle der tschechische Komponist Karel Svoboda stand. Mit seiner bekannten Filmmusik aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" startete man beschwingt in den Abend. Daran schlossen sich Peter Schades "Der Puls der Zeit", wenige Minuten vor der Pause - neben vielen anderen Stücken - auch "A joyful day" an, bei dem der junge Trompetensolist Michael Philipp glänzte.

Mit einem "Big opening" führte man in den zweiten Teil. Auf John Lennons und Paul McCartneys "Hey Jude" (mit einer Solo-Posaunen-Einlage vorgetragen von Andreas Stengl) und Peter Maffays "Nessaia" folgten goldene Abba-Erinnerungen und viele andere, stets ins Ohr gehende Melodien aus dem vielfältigen Repertoire der Blasmusiker. Dankbar verabschiedete man sich mit einer Zugabe, die Lex Albert komponiert und ihr den Namen "Rimbalzello" gegeben hatte.

300 Euro überreicht

Angeblich vom Gardasee, der sich aber dann doch nur als die "Kipp" entpuppte, kam der Nikolaus (Ewald Oppl) hereingeschneit und klagte darüber, dass er mehr und mehr feststellen müsse, dass gefräßige Käfer seinen Wald zerstören. Ein Engel habe ihm getwittert, dass bald Weihnachten sei. "Aus diesem Grund habe ich meinen Spendentopf geöffnet", sagte Nikolaus Ewald und zog 300 Euro hervor, um sich beim BRK für die ehrenamtliche Arbeit zu bedanken. "Ich bin bei euch heut aufgetaucht, weils Rote Kreuz a Auto braucht", so der Nikolaus.

Das Benefizkonzert zugunsten des BRK eröffneten die jüngsten Musiker mit ihren Querflöten. Danach folgte das Klarinettentrio.
Noch während des Konzertabends steuerte die Faschingsgesellschaft Weiß-Blau (rechts Präsident Helmut Gleißner) 150 Euro bei. Dankbar dafür zeigten sich Richard Meierl, Conny Klarner und Bereitschaftsleiter Robert Wolfrum (von links).
Hereingeschneit kam auch Nikolaus Ewald Oppl, der 300 Euro zur Fahrzeug-Finanzierung besteuerte.
Modern und im neuen Outfit: Erneut spielte sich der Musikverein Wiesau in die Herzen des Publikums.

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