Wiesau
05.07.2022 - 11:20 Uhr

Personalwechsel in der Polizeiwache Wiesau

Hilfsbereiter Ansprechpartner in Wiesau, Verkehrstraining in Schulen und Kindergärten: Polizeioberkommissar Wolfgang Trottmann war gefragt. Der Beamte hat seinen Schreibtisch geräumt. Die gute Nachricht: Es gibt bereits einen Nachfolger.

Die Polizeiwache Wiesau bleibt weiterhin besetzt. Darüber freuten sich (von links) Geschäftsleiter Thomas Weiß und Bürgermeister Toni Dutz. In den Ruhestand verabschiedet wurde Polizeioberkommissar Wolfgang Trottmann (Mitte), der den Posten an Thomas Hoffmann (Zweiter von rechts) übergab. Rechts Erster Polizeihauptkommissar Günther Burkhard. Bild: wro
Die Polizeiwache Wiesau bleibt weiterhin besetzt. Darüber freuten sich (von links) Geschäftsleiter Thomas Weiß und Bürgermeister Toni Dutz. In den Ruhestand verabschiedet wurde Polizeioberkommissar Wolfgang Trottmann (Mitte), der den Posten an Thomas Hoffmann (Zweiter von rechts) übergab. Rechts Erster Polizeihauptkommissar Günther Burkhard.

Die kleine Polizeiwache im Wiesauer Rathaus ist eine Außenstelle der Polizeiinspektion (PI) Tirschenreuth. Das Büro liegt direkt neben dem Ordnungsamt. Daher sind die Wege kurz. „Wir müssen Hand in Hand arbeiten“, beleuchtete Toni Dutz vor sieben Jahren die Kollegialität im Rathaus. Anlass für die Aussage des Bürgermeisters war die Amtseinführung von Polizeioberkommissar Wolfgang Trottmann im Spätsommer 2015. Zuvor - etwa ein Jahr lang - war die Polizeiwache in Wiesau nur sporadisch besetzt. „Die Polizeiwache in Wiesau hat Tradition", verwies Dutz seinerzeit auf die Wichtigkeit der Polizeipräsenz vor Ort. Bei seinem Einstand im Rathaus versicherte Wolfgang Trottmann, dass er bis zu seiner Pensionierung hier bleiben möchte. Wolfgang Trottmann löste sein Versprechen ein.

Präsenz zeigen

„Danke für die sieben Jahre. Die kleine Polizeidienststelle in Wiesau wurde in dieser Zeit bestens betreut“, verabschiedete Bürgermeister Toni Dutz den Kontaktbeamten in den wohlverdienten „Unruhestand“. Gleichzeitig bedankte sich der Bürgermeister beim Dienststellenleiter der PI Tirschenreuth, Erster Polizeihauptkommissar Günther Burkhard, für die „Gelegenheit, Polizeipräsenz auf der Fläche zu zeigen“.

Gelöst wurde die Frage nach Trottmanns Nachfolger. Die Polizeiwache in Wiesau bleibt besetzt. „Darüber sind wir sehr froh“, freute sich auch Thomas Weiß, Geschäftsleiter im Rathaus. Nahtlos übernahm Polizeioberkommissar Thomas Hoffmann die Dienststelle, die zuvor Wolfgang Trottmann (seiner genauen Berechnung nach „6 Jahre und 10 Monate“) im Rathaus betreut hatte. Dienststellenleiter Günther Burkhard bedankte sich beim künftigen Polizeibeamten im Ruhestand für "43 Jahre engagierten Polizeidienst“. Mit Polizeioberkommissar Thomas Hoffmann habe man einen adäquaten Nachfolger gefunden, betonte Burkhard. Thomas Hoffmann lebt in Friedenfels. Bevor er 2005 zur Polizeiinspektion Tirschenreuth wechselte, war er in Waldsassen tätig. „Hoffmann kennt die Belange der Marktgemeinde Wiesau bestens“, fügte Burkhard hinzu. „Ich freue mich, dass ich bei euch bin. Es wird sich alles einspielen“, versprach der neue Kontaktbeamte aus Friedenfels.

Der künftige Pensionär Wolfgang Trottmann wurde nicht selten „Sheriff von Wiesau“ genannt. Der unbürokratisch arbeitende Polizist ließ sich das gerne gefallen. Mit seiner besonderen Art ging er auf Fragen und Probleme der Bürger ein. In den Straßen zeigte er Präsenz. Beliebt war der freundliche Mann in Uniform auch in Kindergärten, Grund- und Mittelschule. Bei der Verabschiedung im Rathaus sprach Bürgermeister Dutz von einem „guten und wichtigen Bindeglied“.

Schüsse auf Fenster

„Es war eine schöne Zeit“, beleuchtete der "Freund und Helfer" Wolfgang Trottmann die Amtszeit im Rathaus Wiesau. „Ich wurde mit offenen Armen empfangen. Die kurzen Wege funktionieren.“ Der 60-Jährige fügte hinzu: „Es hout passt!“ Nach seinem skurrilsten Erlebnis befragt antwortete Trottmann gegenüber Oberpfalz-Medien: „Das waren die Luftgewehr-Fenstereinschüsse im Sitzungssaal des Rathauses.“ Laut Trottmann konnte der Täter nie ermittelt werden. Bei der Frage nach seinem schönsten Erlebnis musste Trottmann nur kurz überlegen. „Das war der Umgang mit den Bürgern in Wiesau.“

 
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