21.05.2019 - 13:39 Uhr
WiesauOberpfalz

Rechtzeitig Vorsorge treffen

Renate Seis kennt sowohl die Herausforderungen des hohen Alters, als auch die der Pflege. Schnell kommt man in Situationen, wo man selbst nicht mehr handeln kann. Gut beraten ist man da mit einer Patientenverfügung, so die Referentin.

Alles was zu einer Patientenverfügung gehört, erklärte Renate Seis bei einem Vortrag auf Einladung des Pfarrgemeinderates.
von Werner RoblProfil

Wie man diesen Maßnahmenkatalog „mit Herz“ anlegen kann, darüber informierte ein Vortrag des Pfarrgemeinderates, der in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung angeboten wurde. „Verfassen Sie Ihre Patientenverfügung und sichern Sie sich auch im Pflegefall damit die entsprechende Lebensqualität“, empfahl die Referentin.

Renate Seis hat darin Erfahrung. Sie ist Pflegefachkraft, Beraterin und Auditorin für Qualitätsmanagement. Über ein Jahrzehnt leitete sie das Altenheim St. Elisabeth im mittelfränkischen Städtchen Ellingen. „Diese Zeit hat mich und mein Leben sehr geprägt. Es war eine Zeit der Herausforderungen, des Umbruchs, der Erfolge und Misserfolge, der Erkenntnisse, der Freude und des Segens“, berichtete sie von ihren Begegnungen mit pflegebedürftigen Menschen.

Mit Blick auf das Thema Patientenverfügung mahnte sie: „Binden Sie Menschen ein, die Ihnen am Herzen liegen“, um sich vor ungewollten Maßnahmen zu schützen. „Die beratende Person sollte zu Ihrem persönlichen Herzmenschen werden.“ Wichtig sei es allerdings, typische Fehler zu vermeiden, damit die Patientenverfügung gültig und für die Ärzte auch wirklich bindend ist.

Aus welchen Gründen man eine Patientenverfügung hinterlegen sollte und was alles hineingehört, erklärte Seis ausführlich im Pfarrzentrum. „Dazu gehören auch persönliche Vorlieben und Wünsche, wie der Lieblingsduft, die regelmäßige Maniküre oder die Pflege der Haare“, sagte die Referentin aus dem mittelfränkischen Weißenburg „Bitte schreiben Sie auch Ihre Lieblingsmusik hinein, damit man sie Ihnen vorspielen kann.“ Auch Sonderwünsche, zum Beispiel zum Thema Organspende oder Sterbebegleitung, könne man in der Patientenverfügung festlegen. „Am besten lassen Sie sich beraten.“

Renate Seis wohnt in Weißenburg und ist Fachfrau auf dem Gebiet der Pflege.
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