26.09.2018 - 10:28 Uhr
WiesauOberpfalz

So klingt es in Böhmen

Die Einladung zum musikalischen Ausflug ins Nachbarland kommt an. Der "Böhmische Abend" des Musikvereins Wiesau und Umgebung ist erneut ein Publikumsmagnet.

Dirigent Josef Polata hat seine Musiker gut auf den „Böhmischen Abend“ im Pfarrzentrum vorbereitet.
von Werner RoblProfil

Im vergangenen Jahr machte der Musikverein mit seinem „Böhmische Abend“ eine kleine Pause. Grund dafür war das 60-jährige Bestehen. Ganz verzichten musste man 2017 dennoch nicht. Als „Ersatz“ dafür kamen die Blasmusikfreunde in den Genuss, in der Dreifachturnhalle den Hergolshäuser Musikanten zuhören zu dürfen.

Am Samstag aber erfolgte die Neuauflage der beliebten Volksmusik-Veranstaltung. Der „Böhmische Abend" – wieder zurückgekehrt ins Pfarrzentrum und begleitet vom Neualbenreuther Zwio - war ausgezeichnet besucht. Der Waldsassener Wolfgang Plötz, bei den Musikfreunden kein Unbekannter, führte in Egerländer Tracht witzig und pointenreich durchs Programm, für das man beliebte, aber auch weniger bekannte Notenblätter hervorgekramt hatte. Sie erinnerten an Ernst Mosch, unter anderem auch an Hubert Wolf und deren Repertoire.

Kapellmeister Josef Polata hatte seine Musikerkollegen gut auf den Abend eingestimmt. Das Wechselspiel der Tenor- und Flügelhörner war zweifellos ein Ohrenschmaus, ein Blickfang die Bühne. Blech und Holz ergänzten sich harmonisch. Am Schlagzeug saß Vorsitzender Johannes Schöner. Den Paukenschlegel schwang Maria Hanauer. Für den „stimmlichen Teil“ sorgten Patrick Oroudji und Christian Hampel an den Mikrofonen.

Wer wollte, durfte dazu auch tanzen. Man ließ sich nicht zweimal bitten. Böhmisches Bier stand auf den Tischen, Brotzeiten servierte das BRK, das den Abend erneut unterstützte. Gekommen waren auch viele Musikerkollegen. Unter den Gästen saßen zweiter Bürgermeister Fritz Holm und der Rathauschef aus Fuchsmühl, Wolfgang Braun. Sehen ließen sich auch viele Vereine, um den Zusammenhalt in Wiesau erneut unter Beweis zu stellen.

Mit vielen Extras machte man nach gut zwei Stunden die Bühne frei, um in der Blasmusikpause für Monika Kunz und Franz Danhauser Platz zu schaffen. Das bekannte Duo aus Neualbenreuth war alles andere als nur ein „Pausenfüller“, wie man rasch feststellte.

Unter der Leitung des Dirigenten Josef Polata startete der „Böhmische Abend“ ins bunte Finale. Böhmisch ging‘s zwar weiter, Konzertantes ließen die Wiesauer Blasmusikfreunde zudem einfließen. Das musikalische Ende wurde erst um Mitternacht und nach einer freiwilligen Zugabe eingeläutet. Einen weiteren „Böhmischen Abend“ werde man aufgrund des erneuten Publikumserfolgs sicher wieder anbieten, wurde beim Zusammenpacken der Instrumente bereits am Samstag hoch und heilig versprochen.

Franz Danhauser und Monika Kunz bilden das Neualbenreuther Zwio.
Am Mikrofon: Christian Hampel und Patrick Ourudji (von rechts). Das Orchester wurde von Josef Polata dirigiert.
Durch den „böhmischen Programmteil“ führt Wolfgang Plötz aus Waldsassen.
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