24.05.2019 - 11:05 Uhr
WiesauOberpfalz

Stets für Neuerungen offen

Mit einem abwechslungsreichen Programm feiert die Mittelschule Wiesau Jubiläum. Historiker Adalbert Busl beleuchtet die Geschichte.

von Werner RoblProfil

Vor 50 Jahren hatte die Hauptschule, aus der im April vor 9 Jahren eine Mittelschule wurde, ihre Geburtsstunde. Mit einem Schulfest wird der runde Geburtstag mit Ansprachen und einem Rahmenprogramm gebührend gefeiert.

„Wenn ich mich hier umschaue und sehe, dass so viele gekommen sind, dann spüre ich die Verbundenheit mit der Schule und deren Wertschätzung, die ihr entgegen gebracht wird“, freute sich Rektorin Andrea Schiml über den großen Zuspruch bei der Feier. Auf die namentliche Nennung der Ehrengäste, unter ihnen die Bürgermeister aus Wiesau, Falkenberg, Fuchsmühl und Friedenfels, verzichtete sie. Gekommen waren neben den Lehrern und pensionierten Pädagogen auch die Schüler, deren Eltern und Verwandte. Unter den Gästen waren zudem Schulamtsdirektor Rudolf Kunz, die Rektorin der Grundschule Inge Dick und als Vertreter der Kirchen der evangelische Pfarrer Martin Schlenk. Als Gastredner hatte sich der Historiker und ehemalige Grundschulleiter Adalbert Busl angekündigt.

"Wir arbeiten gut und vertrauensvoll zusammen“, erinnerte Schiml an den Schulverbund Mitterteich, Waldsassen und Wiesau. Damit – so die Festrednerin – wurde es möglich, den massiven Schülerrückgang gemeinsam zu bewältigen. „Wir konnten eine geordnete Ausbildung gewährleisten“, ergänzte die Rektorin. „Der Erfolg einer Schule steht im engen Zusammenhang mit der pädagogischen Arbeit“, erklärte Schiml und erinnerte an die Bildung von Ganztagesklassen. „Stets zeigte sich das Lehrerkollegium offen, was Neuerungen anbelangt.“

Immer rückten die Schüler - egal welcher Herkunft - in den Mittelpunkt, um sie zu fordern und zu fördern, um sie damit auf ihr berufliches Leben vorzubereiten, betonte sie an anderer Stelle. „Wir stellten uns den Herausforderungen und sind stets bereit, mit den Eltern und den Partnern außerhalb der Schule zu kooperieren“, fuhr die Schulleiterin fort. „Das war und ist eine Stärke unserer Bildungseinrichtung.“ Schule sei nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum. Dieser müsse entsprechend gestaltet werden, bedankte sie sich bei den Verantwortlichen im Schulverband, "die immer in die Bildung der Jugendlichen investiert haben“.

Dankbar zeigte sie sich auch dem Elternbeirat gegenüber, der sich aktiv in die Schule einbringe. Ebenso dankte Schiml dem Sekretariat, dem Hausmeister-Ehepaar und den Eltern, die Vertrauen in die Schule setzen. „Schule ist ein lernendes System, das sich ständig verändert. Viele der hier anwesenden Festteilnehmer haben zur Geschichte und zum Erfolg beigetragen“, schloss Rektorin Schiml.

Im Namen des Schulverbandes gratulierte Bürgermeister Toni Dutz. „Das hohe Gut Bildung und der Rohstoff Geist müssen es uns wert sein, auch weiterhin in die Mittelschule zu investieren“, so der Wiesauer Gemeindechef. „Wir tun viel dafür und ziehen an einem Strang.“ An die Schüler gerichtet sagte er: „An dieser Schule werden euch die besten Voraussetzungen geboten. Nutzt sie.“ Er fügte hinzu: „Ich wünsche euch viel Spaß beim Lernen und Lehren.“ Mitgebracht hatte er 500 Euro für die Anschaffung eines 3-D-Druckers. „Damit sind wir führend“, ergänzte Rektorin Schiml mit Blick auf die Neuerwerbung.

Die Geschichte der Wiesauer Schule – „nicht 50 Jahre, sondern 500 Jahre“ – beleuchtete Adalbert Busl, der einige Anekdoten einfließen ließ. Namen wie Lehrer Leberwurst, oder die Tatsache, dass es einmal auch ein Lehrerinnen-Zölibat gab, sorgten für Heiterkeit im kurzweiligen Ausflug zurück in die Geschichte der Wiesauer Schule, zu der einmal auch eine Lagerschule gehörte.

Das Rahmenprogramm gestalteten Feuerwehr, BRK und Jugendrotkreuz, der Fuchsmühler Schäferhundeverein und die Schüler beziehungsweise deren Eltern. Geöffnet war auch der Physik-Saal, Kaffee und Kuchen, Grillspezialitäten und je ein Los- und ein Schminkstand warteten auf die Gäste. Als erste Tombola-Preise gab es ein Fahrrad und einen Gutschein für die Kosten für einen Mofa-Führerschein.

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