03.06.2020 - 17:04 Uhr
WiesauOberpfalz

Stiftland-Rotarier laden Coronahelfer zum Essen ein

Der Rotary-Club Stiftland spendiert 180 Gutscheine für Helfer der Coronakrise und unterstützt damit gleichzeitig die Gastronomie.

Der Rotary-Club Stiftland überreichte Gastronomiegutscheine an Helfer. Vorne von links Thomas Franz und Uschi Huber vom Rotary-Club, Dr. Susanne Seidl-Pillmeier vom Gesundheitsamt, Regierungsdirektorin Regina Kestel und Landrat Roland Grillmeier. Hinten von links Klaus Kupke, Christian Schönberger und Wolfgang Gropengießer vom Rotary-Club, Kreisbrandrat Andreas Wührl und Lorenz Müller von der Einsatzleitung, Andreas Ernstberger vom THW und Holger Schedl vom BRK.
von Ulla Britta BaumerProfil

Der Rotary-Club Stiftland schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Mit 180 Gastronomie-Gutscheinen im Wert von jeweils 10 Euro bedankt sich der Club bei Helfern, die in der Krise hinter den Kulissen Enormes geleistet haben. Gleichzeitig unterstützen die Rotarier damit Gastronomiebetriebe im Landkreis. Präsident Wolfgang Gropengießer überreichte am Feuerwehrhaus in Wiesau 90 Gutscheine an das Gesundheitsamt, 60 an das BRK Tirschenreuth sowie 30 an die örtliche Einsatzleitung Katastrophenschutz in Wiesau (ÖEL). Zur Spendenübergabe waren auch Landrat Roland Grillmeier und die Leiterin des Krisenstabs am Landratsamt, Regierungsdirektorin Regina Kestel, gekommen. Grillmeier freute sich, dass jetzt wieder ein "Stück Normalität" im Landkreis eingekehrt sei. Er lobte das Gesundheitsamt, das BRK und die ÖEL für den enormen Einsatz. Das Gesundheitsamt habe zum Beispiel zeitweise täglich von 8 bis 20 Uhr durchgearbeitet. Bei der Spendenübergabe versprach Grillmeier, dass das Personal im Gesundheitsamt bald aufgestockt werde. "Die Krise ist noch da", mahnte Kestel zur weiteren Vorsicht. Die neue Situation habe viele Besprechungen notwendig gemacht und völlig neue Probleme aufgeworfen, vom Kühlcontainer für Verstorbene bis zum raschen Besorgen von Schutzausrüstungen, so Kestel. Der Krisenstab habe sechs Tage die Woche getagt. Jetzt komme man noch zwei Mal wöchentlich zusammen. Es gebe momentan keine großen Krisenherde mehr. Sie betonte, dass der Landkreis aktuell bei den Coronazahlen unter dem bayerischen Durchschnitt liege.

Andreas Wührl, Leiter der Örtlichen Einsatzleitung Katastrophenschutz, stellte das neue Einsatzfahrzeug des Landkreises vor, das seit Anfang März unterwegs ist. "Wir hatten nur bisher keine Zeit, es einzuweihen", sagte Wührl. Das werde nachgeholt. Dr. Susanne Seidl-Pillmeier vom Gesundheitsamt berichtete von ungewöhnlichen Maßnahmen zur Krisenbewältigung. So mussten einige Mitarbeiter des Landratsamtes, um Platz zu schaffen, in den Keller ausquartiert werden. Teils hätten bis zu 30 externe Helfer im Gesundheitsamt geholfen, darunter Studenten, Bedienstete der Volkshochschule, Lehrer und andere.

Mit dem Austeilen von Essen an Bürger in Quarantäne und an gefährdete Personengruppen leistete und leistet das BRK einen unverzichtbaren Beitrag. Clubpräsident Wolfgang Gropengießer dankte für die vielen selbstlosen Einsätze. Er wünschte sich eine rege Nutzung der Gutscheine, damit auch die Gastronomiebetriebe etwas davon haben.

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