Glück im Unglück hatten am Freitagabend zwei Kinder in der Nähe von Wiesau. Die Kinder im Alter von drei und sechs Jahren hielten sich wohl entlang der Bahnlinie zwischen Wiesau und Reuth auf, als ein Personenzug die Strecke befuhr und die Kinder erfasste. "Der Vorfall ist Gott sei dank noch relativ glimpflich ausgegangen", sagt Kreisbrandrat Stefan Gleißner im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.
Wie bereits am Freitag bekannt wurde, verletzte sich eines der Kinder so schwer, dass es in ein Klinikum gebracht werden musste. Laut Angaben der Bundespolizei Waidhaus schwebte es allerdings nicht in Lebensgefahr. Das andere habe leichte Verletzungen davongetragen und konnte kurze Zeit später den Eltern übergeben werden.
Kriseninterventionsteams vor Ort
Warum sie sich in der Nähe der Gleise aufhielten und was der Grund für den Unfall war, dazu wollte sich die Bundespolizei Waidhaus am Sonntag auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien nicht äußern. Bekannt wurde, dass die Familie nicht aus dem Landkreis Tirschenreuth stammt und vermutlich Urlaub in der Region machte. "Wenn es um Kinder geht, ist es für alle Einsatzkräfte gleich eine andere Hausnummer", sagt Gleißner. Im Feuerwehrhaus Wiesau waren deshalb auch zwei Teams des Kriseninterventionsteams, Betreuer der Polizei und Pfarrer Johannes Lukas aus Weiden für Familie und die Einsatzkräfte da.
Rund 40 Feuerwehrleute der Wehren aus Wiesau, Mitterteich, Voitenthan und Fuchsmühl sowie die Helfer vor Ort, das BRK mit drei Rettungswagen und Rettungshubschrauber Christoph 80 waren am Freitag zur Unglücksstelle gerufen worden.
Fahrgäste aus Zug evakuiert
Während die Feuerwehr Fuchsmühl die Absperrung der Straßen übernahm, kümmerte sich ein erster Einsatztrupp der Feuerwehr um den Lokführer und die Fahrgäste im Zug, der nach dem Vorfall gestoppt wurde. "Circa 36 Fahrgäste waren in den Abteilen", sagt Stefan Gleißner. Weil die Gäste den Zug zunächst nicht verlassen durften, wurden sie von den Feuerwehrleuten mit Getränken versorgt. Parallel suchte die Feuerwehr Voitenthan nach den Kindern und übernahm zusammen mit den Helfern vor Ort die Erstversorgung.
Etwas später konnten nach Rücksprache mit den Ermittlern der Bundespolizei und dem Notfallmanager der Deutschen Bahn, die Fahrgäste aus dem Zug evakuiert werden, wie Stefan Gleißner berichtet. Mit Bussen wurden die Fahrgäste zurück zum Bahnhof Wiesau gebracht.
















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