Wiesau
22.12.2020 - 11:47 Uhr

Wiesau dreht an der Gebührenschraube

Die derzeit laufende Sanierung des Tiefbrunnens bei Leugas hat noch keinen Einfluss auf die aktuelle Gebührenkalkulation. Die Kosten werden erst in der nächsten Berechnung berücksichtigt. Bild: wro
Die derzeit laufende Sanierung des Tiefbrunnens bei Leugas hat noch keinen Einfluss auf die aktuelle Gebührenkalkulation. Die Kosten werden erst in der nächsten Berechnung berücksichtigt.

Die Kanal- und Wassergebühren werden ab 2021 steigen. Einstimmig befürwortete der Marktrat die neue Gebührenkalkulation, die am 1. Januar in Kraft tritt. Für die Entsorgung des Abwassers müssen die Wiesauer künftig 2,69 Euro (statt wie bisher 2,38 Euro) entrichten. Für die Einleitung nur von Schmutzwasser werden ab dem kommenden Jahr 2,29 Euro (bisher 2,02 Euro) in Rechnung gestellt. Hauptgrund für die Kostensteigerung sei die Klärschlammentsorgung, die bei der Marktgemeinde mit rund 68.000 Euro jährlich zu Buche schlägt, informierte Bürgermeister Toni Dutz in der Sitzung des Marktgemeinderats.

Der Kalkulationszeitraum wurde nach Angaben von Kämmerin Petra Wach auf zwei Jahre festgelegt. Ausblickend wurde aber bereits in der Gemeinderatssitzung deutlich, dass die geplanten Investitionen – nach Abzug der Fördermittel – für einen weiteren Deckungsbedarf sorgen werden, der sich aktuell aber noch nicht auswirkt. CSU-Marktrat Helmut Oppl fand, dass man seitens der Gemeinde nach Alternativen, was den Klärschlamm betrifft, forschen sollte.

Derzeit kostet ein Kubikmeter Wasser 1,99 Euro. Ab dem kommenden Jahr steigt der Preis auf 2,02 Euro pro Kubikmeter Trink- und Brauchwasser. Angepasst wurde auch der Kostensatz für die Benutzung eines Bauwasserzählers oder eines beweglichen Wasserzählers. Dafür berechnet der Markt künftig 2,85 Euro (aktuell 2,82 Euro). Auch hier machte Bürgermeister Dutz deutlich, dass die geplanten Investitionen und die Sanierung des Tiefbrunnens 7 (im Waldgebiet bei Leugas) erst in die Kalkulation für 2023 beziehungsweise für die Folgejahre einfließen werden. „Sie werden für eine weitere Erhöhung des Deckungsbedarfs sorgen“, fasste Dutz zusammen.

 
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