Wieselrieth bei Leuchtenberg
29.09.2026 - 11:27 Uhr

Ernst Lindner aus Wieselrieth: Ein erfülltes Leben wird gewürdigt

Leuchtenberg trauert um Ernst Lindner, der mit 80 Jahren verstorben ist. Inmitten von Familie und Freunden wurde er verabschiedet. Sein Vermächtnis als Familienmensch und aktives Vereinsmitglied lebt weiter in den Herzen vieler Menschen.

Ernst Lindner. Bild: Hans Lindner
Ernst Lindner.

Vier Wochen nach seinem 80. Geburtstag verstarb Ernst Lindner im Klinikum in Weiden. Trotz seiner seit acht Jahren bestehenden Krankheit feierte er im Kreise seiner Familie, Freunden und Vereinsvertretern noch seinen Geburtstag. Leider verschlechterte sich sein Gesundheitszustand in den letzten zwei Wochen, und die letzten fünf Tage seines irdischen Lebens verbrachte er auf der Palliativstation in Weiden. Bischöflich Geistlicher Rat, Pfarrer Alfons Forster, zelebrierte in der Pfarrkirche St.-Margareta in Leuchtenberg die Trauermesse mit den Angehörigen, allen voran seiner Frau Anna-Maria. Der Priester stellte in der Predigt das Leben von Ernst Lindner heraus. „Jeder Tod macht uns traurig, aber als Christen glauben wir daran, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern das Tor zu einem anderen Leben bei Gott. Das Abschiednehmen fällt schwer und fügt den Angehörigen Schmerz zu. Unser Leben läuft in einer gewissen Zeitspanne ab, und diese ist am vergangenen Samstag für Ernst Lindner abgelaufen“, so der Priester.

In großer Familie aufgewachsen

Ernst Lindner wurde am 17. August 1946 in Wieselrieth als erstes Kind geboren, und er wuchs mit seinen vier Geschwistern Hermann, Hans, Brunhilde und Irmgard auf dem elterlichen Anwesen auf. So durfte er in einer Großfamilie aufwachsen, und da ist man als Kind nie allein. Wer als Kind in seiner Familie Geborgenheit erleben durfte, der kann auch später in seiner eigenen Familie Geborgenheit in Form von Liebe schenken, so der Priester. Seine beiden Brüder Hans und Hermann sind bereits verstorben – Hermann erst vor acht Wochen. Ernst Lindners Erfüllung war auch der Landmaschinenhandel und das Lagerhaus Lindner in Wieselrieth.

Er heiratete am 26. September 1974 hier in der Pfarrkirche seine Anna-Maria, und leider war es ihnen nicht mehr vergönnt, den Hochzeitstag zu feiern. Aus der Ehe gingen die drei Kinder Hans, Elisabeth und Ernst hervor. Die Familie wurde durch die Schwiegerkinder Birgit, Peter, Caroline und die fünf Enkelkinder Emily, Helena, Felix, Lilly und Emma größer, und er hatte mit den Enkeln sehr große Freude.

Das Requiem wurde von den „Neustädter Turmbläsern“ umrahmt, und die Trauergäste sangen dazu die Lieder, unter anderem „Wir sind nur Gast auf Erden.“ Bevor Ernst Lindner zu Grabe getragen wurde, nahmen in der Kirche für den Männergesangverein (MGV) Liederkranz Leuchtenberg der Vorsitzende Josef Varnhold Abschied. Er dankte ihm für seine langjährige Mitgliedschaft. Bei der Feuerwehr (FFW) Lerau war Ernst Lindner seit seiner Jugendzeit Mitglied. Das würdigte mit Dank der Vorsitzende Peter Schwabl in seiner Trauerrede.

Für den Freundeskreis Michldorf bedankte sich Ludwig Lindner und sagte, dass er immer ein geselliger Freund war.

Zum Abschied

Der Trauerzug, angeführt von der Blaskapelle, den Fahnenabordnungen des MGV und der FFW, führte vom Gotteshaus zum Friedhof, und hier wurde Ernst Lindner im Familiengrab bei seinen Eltern bestattet. Mit dem Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“, gespielt von den Neustädter Turmbläsern, wurde der Sarg der Erde übergeben.

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