Trauer um Wirt von Schnogenhof

Ein Urgestein in der Gegend, der Wirt von Schnogenhof, "Kappl-Dane" verstarb im Alter von 87 Jahren im Kreise seiner Familie.

Anton Kappl, der Wirt von Schnogenhof, ist verstorben.
von Sieglinde SchärtlProfil

Nicht nur als Vater des Leuchtenberger Bürgermeisters Anton Kappl war er bekannt, sondern er war ein Wirt, bei dem man gern einkehrte, denn er war es, der sich für jeden Gast Zeit nahm und mit jedem den Austausch suchte. Kappl wuchs im Bauernhof mit Wirtshaus seiner Eltern Anton und Anna mit drei Geschwistern auf. 1960 heiratete er Berta Eckl aus Lerau. Beide hätten sie Ende Mai ihre Diamantene Hochzeit feiern können, wenn das Coronavirus nicht gekommen wäre. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, leider verstarb eines im Kindesalter. Seine Kinder waren ihm wichtig, wenn sie auch früh mit anpacken mussten. Sie alle kamen immer wieder gerne heim. Die zehn Enkel bereiteten ihm besonders viel Freude, vor allem die im Haus, Franziska, Antonia und Viktoria, die ihrem Opa gerne musikalisch unterhielten und mit ihm viel lachen konnten.

Mit der Heirat übernahm er das elterliche Anwesen, die Milch- und Viehwirtschaft einschließlich Schweinen, die bei der Hausschlachtung für den Eigengebrauch verarbeitet wurden. Er kannte keine Rast und Ruh. Aus wirtschaftlichen Gründen gab er 1991 die Landwirtschaft auf. Er arbeitet weiterhin im Wald.

Mit der Übernahme des Bauernhofes übernahm er auch das Wirtshaus "Zur grünen Laube“. Damals war es Stammlokal der Arbeiter vom „Korlbauern“. Er sorgte für einen Neubau und 1972 wurde das alte Gebäude dem Boden gleich gemacht. Anton Kappl baute den „Schnogenhof" – der Name kam vom ersten Hof des Ortes – wieder auf und zur Kirchweih 1976 wurde das neue Gasthaus eingeweiht.

Das Wirtshaus galt auch als Rastlokal mit Übernachtungsmöglichkeit für viele Durchreisende. Anton Kappl war Wirt mit großer Leidenschaft, denn das Wohl der Gäste war ihm wichtig. Er feierte und lachte gerne mit seinen Gästen. Der „Wirts-Dane“ war auch bekannt für seine Schmankerln, seine Sulzen und Wildgerichte.

Auch viele Staatsminister und Bundesminister kamen zu politischen Veranstaltungen vorbei, aber die Stammgäste lagen dem "Kappl-Dane" besonders am Herzen.

Bei der Feuerwehr Lerau war er über 40 Jahre Vereinswirt und über 70 Jahre Mitglied und Ehrenmitglied. Für den Männergesangverein „Liederkranz“, den Jägerstammtisch, dessen Ehrenmitglied er wurde, und den OWV Leuchtenberg war sein Wirtshaus über 40 Jahre ein wichtiger Einkehrtreff.

Alle kamen gern zum Kappl-Dane, denn er war ein Unterhalter "mit dem Humor, der ihm schon immer auf den Leib geschneidert ist", so Sohn Anton, auf den er besonders stolz war, da er seit 2014 Bürgermeister der Marktgemeinde Leuchtenberg ist. Ihm hatte er auch sein Anwesen weitergegeben. Ihn den vergangenen Jahren versorgte ihn seine Schwiegertochter Maike.

Leider erholte er sich nicht mehr von der Infektion mit dem Virus und verstarb am Samstag im Kreise seiner Familie. Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis statt. Jedoch wird ein Trauergottesdienst nachgeholt, so dass sich Verwandte, Freunde und Weggefährten würdig verabschieden können.

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