11.06.2019 - 15:26 Uhr
Wildenau bei PlößbergOberpfalz

Mit Schiffschaukel und Schlager

Bei den Feiern zum 150-jährigen Bestehen hat die Feuerwehr Wildenau ein außergewöhnliches Programm auf die Beine gestellt. Das Jubiläum gestaltete sich zu einem "Volksfest für Jung und Alt".

Genau drei Schläge brauchte Dritte Bürgermeisterin Susanne Bittner im Beisein von Festleiter Marcus Fritsch, ehe das erste Fass Festbier zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wildenau angezapft war.
von Autor LSTProfil

Eins, zwei und drei - genau so viele Schläge benötigt am Freitag Dritte Bürgermeisterin Susanne Bittner, um das erste Fass Festbier zum 150-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Wildenau anzuzapfen. "Ich habe so etwas noch nie gemacht", gestand sie danach. Kein Wunder also, dass sie sich über die gelungene Premiere freute.

"O'zapft is! Auf ein gelungenes viertägiges Fest", sagte dann auch Festleiter Marcus Fritsch, als er der Ersten Vorsitzenden Johanna Warawko die erste Mass überreichte. "Die Feuerwehr hat sich für das 150-Jährige einiges einfallen lassen", betonte Kommandant Wolfgang Bernreitner und verwies auf ein "Volksfest für Jung und Alt". So glich die Festmeile neben dem rund 1600 Menschen fassenden Bierzelt mit Schiffschaukel, Pils-Bar, Grill- und Süßigkeiten-Buden sowie einem Schießstand einem "kleinen Oktoberfest" - ein Angebot, das von den Besuchern bestens angenommen wurde.

Feier bis in den Morgen

Im Mittelpunkt des Freitagabends stand der Auftritt der Band "Dorfrocker". Die aus dem unterfränkischen Kirchaich stammenden Brüder Tobias, Markus und Philipp Thomann hatten mit ihrem Party-Rock, der Stilelemente der volkstümlichen Musik, der Country- und Rock-Musik sowie des Schlagers enthält, in kürzester Zeit das über Altersklassen verteilte Publikum - über 1000 fanden den Weg nach Wildenau - im Griff. Sicherlich auch ein Verdienst, der im Vorprogramm auftretenden "Schwarzenbacher Schenkelzinterer", die mit ihren Schuhplattlern zu traditioneller und rockiger Musik reichlich Applaus ernteten. Zum Programm gehörte aber auch eine viel umjubelte Tanzeinlage der Festdamen. Gut vier Stunden, verteilt über zwei Auftritte, standen die "Dorfrocker" auf der Bühne. Damit war aber noch lange nicht Schluss: Denn in der mit in Handarbeit gebastelten grünen "Grisu"-Figuren geschmückten Bar ging es bis in die frühen Morgenstunden weiter.

Schlag auf Schlag ging es am Samstag weiter: Bevor am Abend im mit rund 1400 Besuchern fast voll besetzten Festzelt, in dem viele benachbarte Feuerwehren sowie Burschen- und Geselligkeitsvereine zu Gast waren, die Band "Quertreiber" aus dem Vilstal in einem fast fünfstündigen Konzert die Stimmung zum Brodeln brachte, hatten am Nachmittag die Festdamen und das gesamte Feuerwehr-Team einen Termin für ein Gruppenfoto. Zuvor wurden nach einem kleinen Umzug durch den Ort die Festbraut Sophie Zölch und Festleiter Fritsch von der gastgebenden Feuerwehr traditionell abgeholt.

Festbraut Sophie Zölch (weißes Kleid) und Festleiter Marcus Fritsch in der Mitte der festlich gekleideten Festdamen-Riege.

Schneidige "Volxmusik"

Auf alle Fälle wurden dann die "Quertreiber" ihrem Motto "Volle Power - von Boarisch bis Rock" völlig gerecht. Die fünfköpfige Band aus dem Oberpfälzer Vilstal um Frontmann Thorsten Donhauser sorgten mit Quetschn, E-Gitarre und dem nötigen Groove vom Schlagzeug mit ihrer schneidigen "Volxmusik", kultigen Schlagern, groovigen Rock oder den angesagtesten Hits für die entsprechende Partystimmung. Dem Vernehmen nach verließen die letzten Feierwütigen erst bei Tagesanbruch die Bar-Theke, an der ein "Coyote ugly"-Team für Spaß gesorgt hatte. Bericht von den Veranstaltungen vom Sonntag und Montag folgt.

Bilder zum Feuerwehrjubiläum vom Samstag

Bilder zum Feuerwehrjubiläum vom Freitag

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