10.07.2019 - 14:18 Uhr
Wildenreuth bei ErbendorfOberpfalz

Gott lädt immer wieder ein

Für 23 evangelische Christen war es ein Jubeltag. Sie feierten in der St. Jakobus-Kirche in Wildenreuth ihre Jubelkonfirmationen. Pfarrer Manuel Sauer stellte den Gottesdienst unter das Thema "Einladung Gottes – Wie gehen wir damit um?"

Die Jubelkonfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Wildenreuth mit Pfarrer Manuel Sauer (letzte Reihe hinten rechts).
von Jochen NeumannProfil

Für fast zwei Dutzend evangelische Christen war es ein Jubeltag. Sie feierten in der St.- Jakobus-Kirche ihre Jubelkonfirmationen. Pfarrer Manuel Sauer stellte den Gottesdienst unter das Thema "Einladung Gottes - Wie gehen wir damit um?"

Pfarrer Sauer begrüßte 23 Jubelkonfirmanden der Jahrgänge 1949, 1954, 1959, 1969 und 1994. "Ein Fest zu feiern ist eine feine Sache", stellte der Geistliche fest. "Aber was, wenn die Gäste überhaupt nicht kommen?" Das sei doch eigentlich der schlimmste Fall. So ein Vorfall sei nach seinen Worten auch in der Bibel niedergeschrieben. Dabei handelt es sich nach Sauers Ausführungen um einen Menschen, der ein großes Abendmahl veranstaltet, alles vorbereitet und seinen Knecht losschickt, um den Eingeladenen Bescheid zu geben. Aber diese können nicht kommen.

"Zwei können nicht kommen wegen eines neuen Ackers und eines neuen Ochsengespanns", führte Sauer aus. "Interessant ist aber die Aussage des Dritten", stellte er amüsant fest. Er habe geheiratet und deswegen keine Zeit mehr. "Zumindest beim letzten denkt man sich: Oh, der Arme. Jetzt hat er eine Frau aber keine Zeit mehr." Den Jubelkonfirmanden stellte Pfarrer Sauer nach dieser Einleitung zum Thema "Einladung Gottes - Wie gehen wir damit um?" die Frage, ob sie sich noch an ihre Konfirmation erinnern. "Wie war das damals vor 25, 50, 60 und 70 Jahren? Wie war ihre Präparanden- und Konfirmandenzeit?", fragte der Seelsorger. Wie er gehört habe, sei es eine gute Zeit in der Kirchengemeinde gewesen, in der es viel zu lernen gab. Sauer: "Noch heute ist so mancher dankbar für das Gelernte." "Mit der Konfirmation wurden sie zur Bestärkung des Glaubens eingeladen", stellte Sauer fest. Es sei eine Zeit der intensiven Beschäftigung mit dem eigenen Glauben gewesen. "Damals oft noch verbunden mit einer Prüfung vor der Gemeinde in einem Gottesdienst." Die Konfirmandenfrage sei mit einem aufrichtigen Ja beantwortet worden. "Und dann haben sie die Einladung zum Abendmahl gehört", so der Pfarrer. "Seit dieser Zeit erinnert das Glockengeläut zum Gottesdienst immer wieder an die Einladung Gottes", betonte Sauer. In einem kurzen Moment der Stille konnten die Jubelkonfirmanden der Frage nachgehen, ob sie die Einladung Gottes von damals eingehalten haben und die Zeit gefunden haben, auf Gott zu hören. "Aber egal zu welchem Ergebnis Sie gekommen sind, Gottes Einladung steht", stellte er fest. "Denn mit schier unbegreiflicher Geduld lädt Gott uns ein, immer und immer wieder." Gott wolle, dass der Glaube täglich gelebt werde. Sauer: "Denn da, wo wir unseren Glauben leben, wo wir Gott in unser Leben bitten und seinen Willen versuchen umzusetzen, beginnt Gottes Reich."

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