Willhof bei Altendorf
23.07.2023 - 12:17 Uhr

Willhofer Kirwa endet mit „Vollgas“ im Festzelt

„A so a riesen Gaudi“, freut sich der Oberkirwabursch Christof Schmidt über den gelungenen Auftakt der Willhofer Kirwa. Drei Tage feiert das Dorf an der Schwarzach das Patrozinium seiner Kirche.

Die Kirwa in Willhof war das große Ereignis am Wochenende. Schon Tage zuvor herrschte am Dorfplatz reges Treiben. Das Festzelt musste aufgebaut und der Umgriff festlich geschmückt werden. Am Freitag ging es dann in den Wald, um den Kirwabaum abzusägen. Es war angeblich die schönste Fichte aus dem Bestand von Bauer Bernhard, der das Prachtstück spendiert hatte. Jetzt ging es darum, den Baum mit bunten Bändern zu schmücken. Diese Aufgabe hatten die Willhofer Kiwamoidla übernommen. So bestens vorbereitet konnte der Samstag kommen. Lautstark kündigten die Böllerschützen aus Altendorf um 19 Uhr den Auftakt der Willhofer Kirwa an.

Unter den Klängen der „Willhofer Feierwehrkapell‘n“ wurde der Kirwabaum zum Dorfplatz getragen. Ab jetzt hatte Josef Wendl das Kommando übernommen, der diese Aufgabe mit Bravour meisterte. Die Schwalben wurden an den richtigen Stellen platziert und alle Kirwaburschen nahmen die ihnen zugedachten Plätze ein. Auch Bürgermeister Markus Schiesl legte sich mit tüchtig ins Zeug. Nach vielen „Hau ruck“ und einigen Korrekturen stand der Kirwabaum nach einer guten Stunde in der Senkrechten. Unter dem Applaus der vielen Zuschauer hatten sich die Kirwaleit einen kräftigen Schluck verdient.

Jetzt übernahmen die „Urwaidler“ das musikalische Kommando. Es dauerte auch nicht lange und alles stand auf den Bänken und klatschte zum Rhythmus der Musik. Woher die Gäste überall kamen, stand meist „dick“ auf den T-Shirts geschrieben. So war da „Herrenberg“ oder „Trossauer Haisl“ zu lesen, um nur einige zu nennen. Auch viele Feuerwehren aus der näheren oder weiteren Umgebung machten Reklame für ihr Feuerwehrfest, das sie bereits gefeiert haben oder noch feiern werden. So füllte sich das Festzelt im Nu mit gutgelaunten Gästen.

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst in der Willhofer Kirche. Pfarrer Johnson feierte mit den Gottesdienstbesuchern den Namenstag des heiligen Jakob, des Schutzpatrons des Gotteshauses. Daran schloss sich ein Frühschoppen an, der von der „Willhofer Feierwehrkapell‘n“ musikalisch gestaltet wurde. Zum Mittagessen wurde ein deftiger Schweinebraten aufgetischt, der reißenden Absatz fand.

Am Nachmittag ging es dann etwas ruhiger zu, ehe am Abend dann wieder die Kapelle „VA-Blech“ den Ton angab. Mit ihrem breiten Repertoire, das von traditioneller Blasmusik bis zu Popklassikern und Rockballaden reichte, brachten die sechs Musiker das Festzelt zum Toben. Alle stand wieder auf den Bänken und klatschten und sangen kräftig mit. Die ausgelassene Stimmung hielt bis weit nach Mitternacht an. Am heutigen Kirwamontag gibt die Musikgruppe „Narrisch“ noch einmal Vollgas im Festzelt. Sie hat viele „guade Liadla“ im Gepäck und weis ihr Publikum zu begeistern.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.