Unbekannte Walperer hatten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sechs Ortsschilder im Stadtgebiet von Windischeschenbach abgeschraubt. Zwei Schilder stammten aus Neuhaus, zwei aus Dietersdorf, eines vom Lindenhof und eines aus Gleißenthal. Ordentlich aneinander gelehnt, standen die Tafeln am Morgen des 1. Mais am Fuße des Neuhauser Maibaums. Sogar die Schrauben hatten die Walperer dazu gelegt. Doch dummerweise waren vier Schilder in der Mitte geknickt. "Das ist ärgerlich", sagt Bürgermeister Karlheinz Budnik. Die Schilder einfach wieder anzuschrauben, hätte zwar auch Arbeit für den Bauhof bedeutet, wäre aber nicht so schlimm gewesen. "Aber jetzt müssen wir sie ersetzen." Ein Schild kostet zwischen 200 und 300 Euro. Siegfried Zeitler vom Bauhof konnte die Tafeln zwar halbwegs wieder geradebiegen, doch das ist laut Budnik auf Dauer keine Lösung. "Ein Ortsschild soll ja auch einladend und nicht verbeult sein", meint der Bürgermeister.
Der Akkuschrauber kam in der Walpurgisnacht ein weiteres Mal zum Einsatz. Am Burgsteig zerlegten Unbekannte eine Ruhebank feinsäuberlich in ihre Einzelteile. Hier entstand kein Schaden, jedoch jede Menge Arbeit für die Bauhofmitarbeiter.
Ebenfalls zusätzliche Arbeit bescherten nächtliche Unholde der Besitzerin des Schreibwarenladens in der Hauptstraße. Ingeborg Ascherl wird wohl nicht herumkommen, ihr Schaufenster gründlich zu putzen. Witzbolde haben die Scheibe mit blauer Farbe unerklärlicher Herkunft verschmiert und unzählige Küchenrollen-Tücher darauf verteilt. Das Schaufenster steht nicht zum ersten Mal im Fokus der Walperer. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie die Scheibe mit aufgeklebten Spinnweben verziert. Ingeborg Ascherl nimmt's mit Humor: "Anscheindend gefällt irgendwem mein Fenster so gut." Sauermachen will sie die Scheibe allerdings erst am Nachmittag, "wenn die Sonne nicht mehr draufscheint".













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