Windischeschenbach
01.03.2019 - 14:52 Uhr

Angeblicher Vodafone-Mitarbeiter mit dubioser Masche unterwegs

Ein angeblicher Vodafone-Mitarbeiter klingt an Windischeschenbacher Haustüren und versucht mit einer dubiosen Masche Kunden zu gewinnen. Doch der Konzern weiß von nichts.

Die Telekom dementiert: Wir schneiden keine Kabel durch. Bild: Gabi Schönberger
Die Telekom dementiert: Wir schneiden keine Kabel durch.

Der offizielle Startschuss im September 2017 für schnelles Internet ist vielen noch gut in Erinnerung. Damals war Markus Söder noch als Finanzminister extra nach Neuhaus gekommen, um im Schafferhof mit Vertretern der Telekom, Landrat Andreas Meier und Bürgermeister Karlheinz Budnik symbolisch auf einen magenta-roten Buzzer zu drücken.

Deshalb waren etliche Windischeschenbacher nun sehr irritiert, als sie in den vergangenen Wochen Besuch von einem Herren bekommen haben, der sich als Vodafone-Mitarbeiter vorgestellt hat. Dieser hatte behauptet, dass in den nächsten Tagen ein Telekom-Mitarbeiter kommen würde, um das alte Kupferkabel durchzuzwicken. Um weiterhin telefonieren oder im Netz surfen zu können, müsse der Kunde bei der Telekom einen neuen Vertrag für 191 Euro abschließen. Würde er zu Vodafone wechseln, käme die Angelegenheit um die Hälfte billiger.

Die Telekom dementiert derartige Praktiken. Niemand würde kommen und ein Kabel durchschneiden, lautet die Auskunft der Pressestelle. "Unsere Kunden können ihren Anschluss genauso weiter nutzen wie bisher", sagt Markus Jodl von der Telekom. Wer mehr möchte, muss dies von sich aus beantragen. Das Vorgehen von Vodafone bezeichnet Jodl als unlauterer Wettbewerb. Doch man könne nur gegen dieses Werben vorgehen, wenn man einen konkreten Namen wüsste.

Vodafone nimmt den Vorfall durchaus ernst. "Normalerweise treten unsere autorisierten Außendienstmitarbeiter seriös auf und haben die beschriebenen Vorwände und Tricks nicht nötig", sagt Sprecher Volker Petendorf. Sporadisch könne es vorkommen, dass Kriminelle an der Haustür nur vorgeben, im Auftrag von Energieversorgern und Dienstleistern unterwegs zu sein. "Dabei wird auch der Name von Vodafone immer wieder mal missbraucht", bedauert Petendorf. Autorisierte Vodafone-Vertreter könnten sich stets ausweisen.

Wer Zweifel an der Echtheit eines Vertreters hat, kann eine speziell dafür eingerichtete Vodafone-Hotline (0800/6647402) anrufen. Dort kann überprüft werden, ob der Außendienstmitarbeiter echt und im Auftrag des Unternehmens unterwegs ist. Ist dies nicht der Fall, dann empfiehlt Vodafone, den falschen Vertreter abzuweisen und die Polizei einzuschalten.

 
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