20.09.2019 - 10:42 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

ATSV feiert 100. Geburtstag mit vielen kleinen Aktionen

7 Frauen und 17 Männer gründen am 6. April 1919 im Lindnersaal den Arbeitersportverein. So steht es in der Chronik des ATSV Windischeschenbach. 2019 feiert der Verein sein 100-jähriges Bestehen.

Vorsitzender Martin Käck (links) und sein Helferteam beim "Fest" im Juli: Sein 100-jähriges Bestehen feiert der ATSV Windischeschenbach mit vielen kleinen Aktionen über das Jahr verteilt.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Das Jubiläum sollte nicht mit einem großen Fest gefeiert werden, sondern mit vielen kleinen Veranstaltungen. Im Interview blickt Vorsitzender Martin Käck ein wenig in der Geschichte zurück und erzählt, was der ATSV bis jetzt schon unternommen hat und was noch geplant ist.

ONETZ: Warum hat sich der ATSV dafür entschieden, lieber klein zu feiern?

Martin Käck: Unser Problem war, dass die Mehrzweckhalle wegen der Sanierung nicht zur Verfügung stand. Und aus diesem Grund war es den Volleyballern oder der Aikido-Abteilung nicht möglich, große Turniere zu veranstalten. Deshalb haben wir es anders gemacht.

ONETZ: Welche Sportarten kann man beim ATSV ausüben?

Martin Käck: Neben Volleyball und Aikido bieten wir Badminton, Gymnastik und Fitness für Frauen, Fit mit 60, Fit bis 100, Mutter-Kind-Turnen, Kinderturnen, Step- und Skikurse an.

ONETZ: In den 80 Jahren soll der ATSV sogar einen Skihang mit Lift betrieben haben?

Martin Käck: Ja, 1985 hat der Verein einen Skilift gekauft und diesen an einem Hang bei Neuhaus aufgebaut. Mehrere Winter lang konnten Mitglieder und Nichtmitglieder dort Skifahren, bevor der Lift wegen Schneemangel wieder verkauft wurde.

ONETZ: Sind die Vereinsgründer vor 100 Jahren auch schon Ski gefahren?

Martin Käck: Nein, damals startete der Arbeitersportverein mit einer Turn- und Fußballabteilung. Nach dem zweiten Weltkrieg 1946 gründete sich der Verein neu, hieß Freier Turn- und Sportverein und verbündete sich mit der SpVgg.

ONETZ: Und wie entstand dann der ATSV?

Martin Käck: Bereits 1947 trennten sich die beiden Sportgemeinschaften wieder und unser Verein wurde in Allgemeiner Turn- und Sportverein umbenannt. Dieser Name hat heute noch Bestand.

ONETZ: Wie darf man sich den Vereinssport von damals vorstellen?

Martin Käck: Im Mai 1947 entschlossen sich die Mitglieder des ATSV im Garten der Stützelvilla eine kleine Turnhalle zu bauen. Und ab 1951 gab’s nicht nur Fußball, Turnen und Tischtennis, sondern auch eine Artistengruppe und eine Boxstaffel. 1957 hat sich die Frauenriege gegründet und 1964 eine Gewichtheberstaffel.

100 Jahre ATSV: Zum Jubiläum präsentierte sich der Verein beim Sponsorenschwimmen in Badekleidung von anno dazumal.

ONETZ: Und deshalb hatten Sie im Jubiläumsjahr die alten Zeiten durchaus im Blick?

Martin Käck: Der erste Auftritt, mit dem wir heuer auf uns aufmerksam machten, war unsere Teilnahme am Sponsorenschwimmen am 1. Juni in Badekleidung von anno dazumal. Die Frauen trugen rotweiße Ringelshirts und weiße Rüschchenhosen bis zum Knie. Die Männer hatten blauweiße Anzüge an.

ONETZ: Mit welchen Aktionen ging’s weiter?

Martin Käck: Wir waren bei der Panoramatour dabei, aber unser größter Programmpunkt war wohl das Entenrennen im Stadtbach beim Fest, bei dem wir auch die Weinlaube betrieben. Und erst vor kurzem haben wir ein Badminton-Turnier veranstaltet.

ONETZ: Und zum Abschluss soll gewandert werden?

Martin Käck: Ja, am Sonntag, 29. September, bieten wir zwei Wanderungen rund um Windischeschenbach an. Zum 100-jährigen Bestehen des Vereins wäre es schön, wenn wir 100 Leute zum Mitmachen bewegen könnten. Conny Wenzl wird die Familientour über den Ritzerberg anführen und ich begleite die längere Route, die übers Galgenkatherl, das Johannisthal und die Schweinmühle führt. Um 16 Uhr wollen wir uns alle wieder am Stadtbrunnen treffen und am Zoigl gehen.

Info:

Wandern zum Jubiläum

Die Wanderungen am Sonntag, 29. September, die der ATSV Windischeschenbach zum Jubiläum anbietet, sind für jeden gedacht. Teilnehmer der Familietour treffen sich um 14.30 Uhr am Fuß- und Radweg Richtung Freibad. All jene, die mehr marschieren wollen, finden sich bereits um 13 Uhr am Stadtplatz ein. Gegen 16 Uhr treffen sich die beiden Gruppe zum Abschlussfoto am Stadtplatz.

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