06.06.2019 - 15:49 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Bach führt ein Schattendasein

Martina Käck ärgert sich. Immer wieder liegen im Stadtbach Dinge, die nicht hineingehören: leere Bierflaschen, ein altes Nummernschild, ein Tennisschläger oder Dachpappe.

Martina Käck macht sich Sorgen um den Stadtbach.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

"Das ist nicht einladend", sagt sie. Sie ist der Meinung, dass man aus dem Bach mehr machen könnte. "Ich möchte die Windischeschenbacher ein wenig sensibilisieren, darauf zu achten", hat sie sich vorgenommen.

Der kleine Rumpelbach entspringt südwestlich von Gleißenthal, schlängelt sich dann mitten durch die Stadt und mündet bei der Neuhauser Brücke in die Waldnaab. An vielen Stellen im Stadtgebiet verläuft er unterirdisch. Meist ist er von Granitmauern eingefasst. Immer wieder wächst er zu. "Dann kommt jemand vom Maschinenring und mäht alles, was da wächst, mit der Motorsense nieder", erzählt die Anwohnerin. Sie ist sich bewusst, dass eine gewisse Pflege sein muss, doch mehr Fingerspitzengefühl wäre ihrer Meinung nach angebracht. "Die Prachtlibelle legt beispielsweise ihre Eier an den Gräsern ab." Auch mehr Möglichkeiten zum Verstecken für die Fische wären schön. Die würden sich vor allem unter den Brücken tummeln. Das Wasser an sich könne gar nicht so schlecht sein, vermutet sie. "Denn im Bach gibt es auch Krebse." "Vielleicht könnte man sich mit einer Art Bachpatenschaft engagieren", überlegt Martina Käck und hofft die Hilfe von Fachleuten, bei denen man sich Anregungen holen könnte.

Die Windischeschenbacherin ist mit ihren Überlegungen nicht alleine. Die Städteplaner Robert Leiner und Rainer Heinz haben den Stadtbach bei der Ausarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) ebenfalls in die Planungen mit einbezogen. Unter dem Arbeitstitel "Stadt-Bach-Landschaft" rückt der Rumpelbach ins Interesse des gestalterischen Geschehens. Konkrete Pläne gibt es zwar noch nicht. Für Martina Käck ist das schon mal ein Anfang – Naturschutz und eine schöne Innenstadt mit grünen Oasen schließen sich nicht aus.

Der Rumpelbach unterhalb des Kommunbrauhauses.
Martina Käck möchte die Windischeschenbacher für den Stadtbach sensibilisieren.
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