11.07.2018 - 17:13 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Bahn sagt Nein

Die Bahn ist derzeit nicht bereit, den Johannissteig über ihren Grund nah der Bahngleise zwischen Neuhaus und Windischeschenbach zuzulassen. Doch die Interessengemeinschaft Johannissteig will nicht aufgeben.

Die Treppen am unteren Beginn des Johannissteigs führen den Weg nahe an die Gleise und dort über Bahngrund. Die Initiative zur Wiederbelebung des Steiges erhielt jetzt von der DB einen Dämpfer bei ihren Bemühungen. Doch Aufgeben kommt für sie nicht in Frage.
von Walter BeyerleinProfil

(bey) „Wie machen wir weiter – oder gar nicht mehr?“ Diese Frage stellte Horst Welsch, Sprecher der Interessengemeinschaft Johannissteig. Zuvor hatte er seine Mitstreiter über eine Mitteilung der Bahn informiert, dass diese eine Nutzung des Weges nicht mehr gestatten will. Doch damit wollen sich die Kämpfer für die Wiederbelebung des Weges noch nicht zufrieden geben.

Welsch, die Mitglieder Manfred Riebl, Siegfried Günther, Karl Schieder und Stadtrat Josef Söllner waren sich beim Treffen im Café Baumgärtel darüber einig, dass sie auf diese Reaktion der Bahn antworten werden. Welsch kritisierte, dass die Email der Bahn an ihn persönlich gerichtet gewesen sei und auch keine Unterschrift trage. Vor der Entscheidung habe es eine Ortsbesichtigung gegeben. Die habe das Landratsamt veranlasst, so Welsch. Wie es dazu gekommen sei, wisse er nicht.

Martin Leder, Leiter Regionalnetz Oberpfalz der Deutschen Bahn, habe die genaue Sachlage nicht gekannt, vermutete Welsch. Riebl sprach vom Eindruck einer von vornherein erkennbaren negativen Meinung Leders. Der Vertreter der Bahn begründete seine ablehnende Entscheidung mit der geplanten Elektrifizierung der Bahnstrecke. Über dieses Vorhaben werde bereits seit Jahrzehnten gesprochen werde, sagte Riebl. Als Möglichkeit sieht er eine Befristung der Genehmigung, den Weg zu nutzen. Die Eigentumsverhältnisse am Weg sind unzweifelhaft klar: Ein Teil der Fläche gehört der Deutschen Bahn.

Stadtrat Söllner erinnerte an die Entwidmung des Weges durch einen Beschluss des Stadtrates. Rechtlich existiere er gar nicht mehr. Die Bahn solle ihre Meinung aber nochmals mit einem Schreiben mit Briefkopf kundtun. Dann könne die Interessengemeinschaft einen Einspruch verfassen, schlug Söllner vor.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp