Von Margot Salfetter
Mehr als 320 Gäste konnte die Vorsitzende der Blaskapelle Neuhauser Boum, Lucia Windschiegel, zum Frühjahrskonzert in der voll besetzten Mehrzweckhalle begrüßen. Ein besonderer Auftakt gelang mit einem neuen Projekt: Eine Bläsergruppe aus Nachwuchsmusikern ab acht Jahren unter der Leitung von Silvia Wenzel eröffnete den Konzertabend. Mit viel Einfühlungsvermögen präsentierten die jungen Talente unter anderem den Rocktitel „Radioactive“ sowie den Filmklassiker „How to Train Your Dragon“ und begeisterten damit das Publikum.
Wilhelm Trisl führte gekonnt und informativ durch das abwechslungsreiche Programm. Er erläuterte die Hintergründe zu den einzelnen Stücken und stellte deren Komponisten vor. Die Hauptkapelle unter der Leitung von Werner Hederer eröffnete den Konzertabend mit der kraftvollen „Fanfare Festive“, gefolgt vom Konzertmarsch „Arsenal“. Das vielseitige Programm spiegelte die gesamte Bandbreite der Blasmusik wider – von konzertanten Werken über Märsche und böhmische Polkas bis hin zu moderner Pop- und Rockmusik mit solistischen Einlagen.
Unter dem Motto „Wenn es keine Musik gäbe, würde dem Leben etwas Wesentliches fehlen“ führte Trisl durch den Abend. Höhepunkte des ersten Konzertteils waren „Adieu Bohème“, die „Heublumen-Polka“ sowie der „Böhmische Schlagzeugmarsch“, bei dem Julian Reischl mit einer solistischen Einlage am Schlagzeug glänzte.
Im zweiten Teil wurde das Programm moderner und rockiger. Nach einem schwungvollen Auftakt nahm „Montañas del Fuego“ die Zuhörer mit auf die Vulkaninsel Lanzarote. Auch die Musik der 80er-Jahre durfte nicht fehlen: Bei den Hits der Neuen Deutschen Welle sangen die Musiker und das Publikum – insbesondere bei „Sternenhimmel“ von Hubert Kah – begeistert mit.
Es folgten gefühlvolle Darbietungen wie „Can’t Take My Eyes Off You“ und „Nessaja“ aus Tabaluga. Mit einer Polka und dem ABBA-Klassiker „Thank You for the Music“ endete das offizielle Konzertprogramm. Zum Abschluss des Abends bedankte sich eine junge Musikerin des Jugendorchesters bei Silvia Wenzel mit einem Blumenstrauß für ihr Engagement, ihre Geduld und ihre Leidenschaft. Auch Dirigent Werner Hederer wurde für seine hervorragende Arbeit geehrt.
Die Zugaben, die das Publikum mit stehenden Ovationen forderte, ließen nicht lange auf sich warten. Am Ende war es ein rundum gelungenes Konzert, das die Vielfalt und Qualität der Blasmusik eindrucksvoll zeigte. „Schee war’s“, lautete das einhellige Fazit der Besucher beim Verlassen der Halle.













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