08.05.2019 - 14:35 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Bürger unter Strom

Was passiert, wenn der Ostbayernring über mein Grundstück verlaufen soll? Diese Frage beantworten am Mittwoch zehn Tennet-Mitarbeiter im Pfarrheim St. Emmeram. In Windischeschenbach kommt das Infoangebot des Netzbetreibers an.

Grundstücksbesitzer, über deren Boden die künftige Trasse des Ostbayernrings verlaufen soll, nutzen am Mittwoch die Gelegenheit, um sich beraten zu lassen. Netzbetreiber Tennet hat zum Informationsmarkt in den Pfarrsaal nach Windischeschenbach eingeladen.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

"Wir wollen den Ostbayernring nicht verhindern, sondern fordern, die Trasse optimal zu gestalten", sagt Landwirt Ruppert Beer. Er ist einer von den 600 Grundbesitzern zwischen Konnersreuth und dem Umspannwerk Etzenricht, die von Tennet eine persönliche Einladung zu einem der drei Informationsmärkte erhalten haben - am Dienstag in Mitterteich, am Mittwoch in Windischeschenbach und am Donnerstag in Neustadt/WN.

In Windischeschenbach scheint das Angebot von Tennet anzukomnmen. Bereits am Vormittag stehen unzählige Autos auf dem Parkplatz vor dem Pfarrheim St. Emmeram. Mit zehn Mitarbeitern ist Tennet vor Ort. Umweltplaner, Trassierer, Waldexperten und Fachleute, die über eine Entschädigung Auskunft geben können, kümmern sich um jeden, der Fragen hat.

Seit Montag läuft das Planfeststellungsverfahren. Bis zum 5. Juli haben die Bürger Zeit, ihre schriftlichen Einwände bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen. Die Informationen dazu können derzeit in den Rathäusern eingesehen werden. 11 Ordner füllen die Unterlagen, die allein den Bereich zwischen Konnersreuth und Etzenricht betreffen. "Und da nicht immer alles leicht verständlich ist, haben wir die Leute eingeladen", informiert Tennet-Sprecherin Ina-Isabelle Haffke.

Manche sind nur betroffen, weil über ihr Grundstück die Zufahrt für die Baufahrzeuge verlaufen würde, andere wollen wissen, warum genau an dieser Stellen auf ihrem Grund ein Mast geplant ist. Auch Sägewerksbesitzer Hannes Rupprecht studiert die Schautafeln: "Bei mir ist es nur ein kleines Stück Wald, über das Leitung führen würde", sagt er. Ein Thema am Mittwoch ist auch der Rückbau der alten Leitung, die abgebaut wird, wenn die neue Trasse steht.

Viele der Waldbesitzer, zu denen Ruppert Beer zählt, fordern eine Überspannung des Waldes. Tennet hält dagegen, dass dann die Masten zu hoch seien und mit einem Blinklicht versehen werden müssten. "Ich hoffe, dass möglichst viele Einspruch einlegen", sagt Beer. "Wir sind eine Gruppe von 40 Leuten, die das so sehen."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.