„Die Welt steht Kopf“ - mit seinem Programm traf Frank Fischer bei den rund 50 Zuschauern im Saal der Kleinkunstbühne Futura Windischeschenbach ins Schwarze. Der Mainzer Comedian nahm am Freitagabend sein Publikum mit auf eine satirische Reise durch „Gagaland“. Dessen schräge Bewohner und deren absurden Alltag ließ er dank seiner Beobachtungsgabe und mit viel Satire auf der Bühne lebendig werden.
Mit besonderer Hingabe knöpfte sich der Komiker die Deutsche Bahn vor. „Die Bahn kommt: 5 Stunden im ICE und sie haben ein komplettes Soloprogramm“, scherzte er. Er machte sich lustig über absurde Gründe für Verspätungen wegen „Streckenabschnitt nur teilweise begleist“ oder einer „verspäteten Bereitstellung des Zuges“. Dabei gab er auch nützliche Tricks gegen laut telefonierende Mitreisende zum Besten. Mit 27 Kabarettpreisen gehört Fischer zu den meistdekorierten Künstlern der Branche. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen zählen der Prix Pantheon und der Hamburger Comedy Pokal.
Immer wieder bezog Fischer das Publikum in sein Programm mit ein, um daraus mit viel Sprachwitz urkomische Momente zu improvisieren. Auch Windischeschenbach bekam einen Seitenhieb ab. „Man denkt immer, man wäre betrunken, wenn man den Ortsnamen ausspricht“, amüsierte sich Frank Fischer. Die oberpfälzische Variante “Eschawo“ konnte der Komiker ebenso wenig artikulieren und wechselte daraufhin zu einer sehr lustig anzuhörenden Dauer-„sch“-Artikulation. Der vielseitige Komiker war bereits regelmäßig im Fernsehen zu sehen, wie bei „Nuhr im Ersten“, „Quatsch Comedy Club“, oder „Fastnacht in Franken“. Ob Berliner Schaffner, Paracentamol bestellende Spanier oder fränkische Extase („bassd scho“): Mit viel Talent beherrschte er den Gebrauch verschiedener Dialekte, mit denen er seine Charaktere witzig persiflierte. Nach zwei Stunden endete ein äußerst unterhaltsamer Abend mit zwei Zugaben und jeder Menge Applaus für den wortgewandten Comedian.
Nächste Futura-Termine:
- 1. Februar: Martin Zingsheim: irgendwas mach ich falsch.
- 20. Februar: Romeo Kaltenbrunner: Heimweh.
- 26. Februar: Thomas Schreckenberger - Irre sind menschlich.
- Karten gibt es im Vorverkauf auf www.nt-ticket.de.



















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