18.07.2019 - 10:22 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Ehrenamtlicher Einsatz ist unbezahlbar

Der ehrenamtliche Einsatz der fünf Ortsfeuerwehren und den Helfern vor Ort ist unbezahlbar. Das macht Feuerwehrreferent Thomas Wilhelm im Stadtrat mit vielen Zahlen deutlich.

Der Brand im Gewerbegebiet Neuhaus fordert vor allem die Atemschutzträger aus der gesamten Region.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Mitglieder des Stadtrats hatten die Bilder vom Großeinsatz im Gewerbegebiet noch im Kopf, als dritter Bürgermeister Thomas Wilhelm in seiner Eigenschaft als Feuerwehrreferent der Stadt Windischeschenbach die Einsätze und Übungen aller fünf Ortsfeuerwehr von 2018 statistisch auswertete. 16 Feuerwehren mit 120 Einsätzekräften waren beim Brand in Neuhaus vor Ort. 22 Atemschutztrupps aus der ganzen Region hatten sich immer wieder abgewechselt, weil die Rauchentwicklung so stark war, dass ohne Atemschutz ein Vordringen zum Feuer nicht möglich gewesen wäre. Wilhelm, der seit 22 Jahren Kommandant der Feuerwehr Neuhaus ist, bezeichnete diesen Einsatz als "das größte Ereignis" in seiner Dienstzeit. Doch auch ohne Großbrand hatten die Feuerwehren der Stadt gut zu tun.

Einsätze und Übungen in Zahlen

Feuerwehr Windischeschenbach: 119 Einsätze, davon 24 Brände, 82 Technische Hilfeleistungen 3 Sicherheitswachen, 12 sonstige Tätigkeiten. Insgesamt ergeben das 1197 Stunden. 18 Übungen, 3 Einsatzübungen, 6-mal Unterricht/Unterweisung, 8 Technische Hilfeleistungen, 1 sonstige Übung.

Feuerwehr Neuhaus: 61 Einsätze (32 auf der A 93), davon 6 Brände, 47 Technische Hilfeleistungen, 2 Einsätze mit Gefahrenstoffen, 1 Sicherheitswache, 5 sonstige Einsätze. Das ergeben 965 Stunden. 27 Übungen, davon 1 Einsatzübung, 8 Jugendübungen, 2 Leistungsprüfungen, 3-mal Unterricht/Unterweisung, 5-mal Atemschutz, 2-mal Brandschutz, 1-mal Funk, 5 Technische Hilfeleistungen.

Feuerwehr Bernstein: 8 Einsätze, davon 3 Brände, 4 Technische Hilfeleistungen, 1 sonstige Tätigkeit. Das ergeben 86 Stunden.

Feuerwehr Dietersdorf: 2 Einsätze, davon 1 Brand, 1 Technische Hilfeleistung. Das ergeben 28 Stunden. 39 Übungen, davon 1 Einsatzübung, 17 Jugendübungen, 11 Leistungsprüfungen, 1-mal Atemschutz, 5-mal Unterricht/Unterweisung, 3-mal Brandschutz, 1 Technische Hilfeleistung.

Feuerwehr Naabdemenreuth: 10 Einsätze, davon 6 Brände, 3 Technische Hilfeleistungen, 1 sonstiger Einsatz. Das ergeben 29 Stunden.

Helfer vor Ort

Thomas Wilhelm präsentierte dem Stadtrat auch die Zahlen der BRK-Gruppe Helfer vor Ort. Diese mussten 2018 zu 359 Einsätzen ausrücken und versorgten 252 Patienten. Dabei legten sie 1580 Kilometer zurück. Im Schnitt waren sie sieben Minuten vor dem Rettungsdienst am Einsatzort. Der SEG-Betreuungsdienst hatten 9 Einsatz im vergangenen Jahr. Die Bereitschaftsjugend investierte 2018 für Gruppenstunden und Ausbildungen 625 Stunden.

Abschließend machte Wilhelm dem Gremium mit einem kleinen Rechenbeispiel deutlich, wie wichtig der ehrenamtliche Einsatz der Feuerwehren und des Rettungsdienstes ist, die 2018 insgesamt 15.926 Stunden im Einsatz waren. Laut Wilhelm unbezahlbar, denn die Stadt müsste 558.670 Euro dafür aufwenden.

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