30.01.2019 - 11:34 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Garden versüßen Kaffeekränzchen

Einen Schokokuchen oder doch vielleicht eine Eierlikörschnitte? Diese Fragen stellen sich die Besucher des Kaffeekränzchens der Narrhalla beim Anblick des üppigen Kuchenbüffets. Als Sahnehäubchen oben drauf gibt's Aufführungen.

von Autor gagProfil

Kuschelig eng war es in der Einfachturnhalle. Ein großer Unterschied zur weitläufigen Mehrzweckhalle, in der sonst das Kaffeekränzchen über die Bühne ging. Doch das hatte auch Vorteile. Wer enger zusammen rückt, kann besser gemeinsam genießen. Nicht nur die Kuchen und Torten, sondern auch das großartige Programm der Narrhalla Windischeschenbach. Trotz der kleineren Halle waren fast ebenso viele Besucher wie die Jahre zuvor zum Kaffeekränzchen gekommen.

In Gedichtform begrüßten Prinzessin Viktoria I. und Prinz Thomas III. das Publikum. Das traumhafte Kleid der Prinzessin sowie der elegante Gehrock samt Hut und Stiefeln des Prinzen lösten Entzücken aus. Da hatte sich der "hofeigene" Designer Markus Gesierich wieder selbst übertroffen. Die Bühne in der Turnhalle hatte noch einen Zusatzvorteil: Auch die hintersten Reihen konnten bequem die Darbietungen verfolgen.

Den Tanz der Kindergarde beklatschten besonders die Großeltern. Hier zeigte sich, dass bereits die Jüngsten Gardeblut in sich tragen. Alle Schritte im Takt, Sprünge und Spagat wie die "Alten". Ebenso fantasievoll und mit vielen Schwierigkeiten gespickt zeigten die Jugend- und die Prinzengarde ihre Tänze.

In den Auftrittspausen spielte ein Überraschungs-Gastmusiker. Der eigentlich gebuchte war erkrankt. Die Telefone liefen heiß, bis schließlich Jennifer Helgert ihren Papa vorschlug. Eine gute Wahl. Toni Helgert, "der Anton nicht aus Tirol", unterhielt das Publikum hervorragend. Ein Höhepunkt war die Ordensverleihung durch die Hoheiten. Neben vielen anderen wurden auch die Näherinnen der wunderschönen Kostüme geehrt: Regina Hauptmann, die "Hörl-Oma", Rita Helgert und Michaela Burger. Zusammen mit den anderen Ordensträgern machten sie sich auf den Weg in die Bar, die im Untergeschoss aufgebaut war.

Schnell verging die Zeit, schon waren die Showtänze dran. Ein großer weißer Schneemann stand auf der Bühne. Kinderfunke Lina verpasste ihm als Eiskönigin noch schnell eine Rübennase und Arme aus Reisig. Fertig war der Tanzpartner. Mit einer anspruchsvollen Choreographie tanzte sie ein Wintermärchen. Der "Puppenmacher" ließ bei der Jugendgarde die Puppen tanzen - nachdem er sie mit übergroßen Schlüsseln aufgezogen hatte. Ein ausgewogenes Tanzduett zeigten ds Jugendtanzpaar Laura und Samuel.

Während einige Mitglieder der Narrhalla mit Essens- und Getränkenachschub durch die Reihen fuhren, bauten andere auf der Bühne einen Saloon auf - mit breiter Bar und hohen Barhockern. Der Höhepunkt der Aufführungen war nun an der Reihe, der auch das Motto für den diesjährigen Faschingsorden ist: Der Wilde Westen. Stramme Cowboys und aufreizende Ladies umgarnten sich gegenseitig. Mit dem "Superperforator" aus Bully Herbigs "Schuh des Manitu" kam Stimmung auf. Das Tanzpaar Mia Richter und Thimo Fifeik begeisterten mit einer Solonummer. Hofmarschall Dominik Neitz kannte mit Thimo trotz der vorherigen Anstrengung keine Gnade: Er musste den gesprungenen Spagat zeigen. Eine Schwierigkeit, die nur wenige Männer beherrschen, und die Thimo lachend meisterte. Und trotz des langen Showprogramms hatte die Garde Energie für eine umjubelte Zugabe, nach welcher die Männer ihre Cowgirls wie Schmetterlinge auf den Schultern hinaustrugen.

Viele machten sich nach dem Hauptteil auf den Heimweg. Doch der unermüdliche Anton unterhielt das verbliebene Publikum mit Stimmungshits. Nun wird Toni Helgert wohl die längste Zeit ein "Geheimtipp" gewesen sein.

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