15.07.2019 - 16:16 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Gerhard Witt ermittelt im Franken-Tatort

Beim Franken-"Tatort" 2017 spielt Gerhard Witt einen Kriminalkommissar. Nun ist der Windischeschenbacher zum zweiten Mal engagiert worden. Die Folge "Die Nacht gehört dir" wird Anfang 2020 ausgestrahlt.

Gerhard Witt (links), im wahren Leben kaufmännischer Angestellter, spielt im neuen Franken-Tatort wieder ein Mitglied der Mordkommission. Schauspieler Fabian Hinrichs (rechts), der in die Rolle von Hauptkommissar Felix Voss schlüpft, ist gerne zu einem Selfie bereit.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Im wahren Leben verdient Gerhard Witt seine Brötchen als kaufmännischer Angestellter, doch offenbar entspricht der 51-Jährige dem typischen Klischee eines Polizeibeamten in Zivil. Bereits 2017 hat sich Witt als Komparse für den damaligen "Tatort" beworben und ist prompt genommen worden. Nun hat er wieder ein Schreiben bekommen, ob er denn nicht nochmal mitmachen möchte. "Natürlich sehr gerne", freut sich Witt. In "Die Nacht gehört dir" mimt er einen Kollegen von Hauptkommissar Felix Voss, gespielt von Fabian Hinrichs. Wie vor zwei Jahren beschränkt sich sein Einsatz auf eine Statistenrolle.

Für zwei Drehtage nimmt der Windischeschenbacher Urlaub und fährt nach Nürnberg und Fürth. Anfang Juni verbringt er einen Tag im Hof des Nürnberger Polizeipräsidiums in der Innenstadt. Der zweite Dreh ist am 26. Juni bei brütender Hitze in Fürth. "Hier ist im Film das Opfer ermordet worden", erzählt Witt. Als Kripo-Kollege in Zivil darf er seine eigene Kleidung tragen. "Ganz normal Jeans und ein kurzärmeliges Hemd", erzählt er. Der Dreh ging um 9 Uhr los und zog sich bis 17 Uhr hin. "An dem Tag hatte es weit über 35 Grad", erinnert sich Witt. Als die Filmcrew über die Hitze stöhnt, gibt Regisseur Max Färberbock zu bedenken, dass in Hollywood jeden Tag bei solchen Temperaturen gedreht werde.

Witt ist einer von den Komparsen, die im Film zur Mordkommission gehören. "Auch echte Polizisten machten da mit und ein echter Bestatter", erzählt Witt. Insgesamt tummeln sich 40 bis 50 Leute am Drehort. Nur die Schauspieler werden geschminkt, die Komparsen nicht. Neben Fabian Hinrichs als Kommissar sind Dagmar Manzel (Paula Ringelhahn) und Elli Wasserscheid (sie spielt die Päpstin auf der Luisenburg) als Kommissarin Wanda Goldwasser dabei.

Dass ein Teil der Zeit, die er am Filmset verbringt, aus Warten besteht, stört Witt nicht. "Denn dann gibt's wieder Phasen, in denen man eine Stunde lang voll da sein muss", weiß der Hobbyschauspieler, der auch in Windischeschenbach schon gelegentlich auf der Bühne stand, wenn die Theatergruppe "D'Waldnaabtaler" eine Aufführung hatte.

Auf den neuen Franken-"Tatort" ist der 51-Jährige schon sehr gespannt. "Wenn man selber dabei war, schaut man den Film ganz anders an. Es ist interessant, was verwendet wird und was nicht."

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