Windischeschenbach
16.07.2026 - 14:35 Uhr

Geschäftsleiterwechsel in Windischeschenbach: Markus Kindsgrab sagt Adieu

Der langjährige Geschäftsleiter Markus Kindsgrab verlässt Windischeschenbach. In seiner letzten Stadtratssitzung werden viele emotionale Worte gesprochen. Die Rückgabe der „Dienstkrawatte“ sorgt aber auch für Lacher im Saal.

Im Januar 2021 war Markus Kindsgrab (links) als Geschäftsleiter zur Stadt Windischeschenbach gekommen. Nun wechselt er zur Stadt Weiden. Bürgermeister Karlheinz Budnik verabschiedete ihn in der Juli-Sitzung des Stadtrats. Bild: Lowak
Im Januar 2021 war Markus Kindsgrab (links) als Geschäftsleiter zur Stadt Windischeschenbach gekommen. Nun wechselt er zur Stadt Weiden. Bürgermeister Karlheinz Budnik verabschiedete ihn in der Juli-Sitzung des Stadtrats.

Markus Kindsgrab, langjähriger Geschäftsleiter der Stadt Windischeschenbach, verabschiedete sich in der Juli-Sitzung des Stadtrats offiziell vom Gremium und von Bürgermeister Karlheinz Budnik. Ab sofort ist er für die Stadt Weiden tätig und übernimmt dort die Stabsstelle für Strategie und Kommunikation.

Selten war der Abschied eines Mitarbeiters von so vielen Emotionen geprägt. Durch die Reihen bedauerten alle Redner – angefangen bei Bürgermeister Budnik bis hin zu den Fraktionssprechern – den Wechsel des geschätzten Geschäftsleiters. „Natürlich hätten wir ihn gerne in Windischeschenbach behalten“, bedauerte Budnik. Doch es sei verständlich, dass man sich eine berufliche Chance wie diese nicht entgehen lassen könne.

Kindsgrab habe die Stadt in den vergangenen fünfeinhalb Jahren mit Fachwissen, Genauigkeit und oftmals mit einem langen Atem begleitet und die Digitalisierung einer modernen, bürgernahen Verwaltung vorangetrieben. „Vielen Dank für den engagierten Einsatz, die Loyalität und die vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagte der Rathauschef. Heinz Uhl (CSU), Katja Stessmann (SPD) und Markus Herrmann (Freie Wähler) schlossen sich diesen Worten an.

„Mir hat es hier jeden Tag Spaß gemacht. Das war Arbeiten auf Augenhöhe“, gibt Markus Kindsgrab die wohlwollenden Worte zurück. „Für die Kollegialität und die Freundschaft sage ich ein ganz herzliches Dankeschön.“ Der Hauch von Wehmut, der sich während der Reden im Sitzungssaal breitgemacht hatte, wurde aber kurz darauf von einem Riesen-Gelächter abgelöst, als Kindsgrab eine kleine Schachtel präsentierte.

Darin befand sich die sogenannte „Dienstkrawatte“ der Stadt Windischeschenbach. Diese Errungenschaft stammt noch aus der Zeit von Kurt Döllinger, der zwischen 1984 und 2002 das Amt des Bürgermeisters innehatte. Die Krawatte war damals für den gesamten Stadtrat angeschafft worden, um bei feierlichen Anlässen ein einheitliches Bild abzugeben. Die Frauen hatten ein entsprechendes Halstuch bekommen.

Nachdem ein paar der Krawatten versteckt im Schrank all die Jahre überdauert hatten, beschlossen Bürgermeister, Kämmerer und Geschäftsleiter, das gute Stück jedes Jahr zur Weihnachtssitzung zu tragen. Um seinem Nachfolger zu ermöglichen, diese Tradition aufrechtzuerhalten, reichte Kindsgrab die Krawatte in seiner letzten Sitzung weiter. Wer ab September Geschäftsleiter in Windischeschenbach wird, soll offiziell im August bekannt gegeben werden.

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