Windischeschenbach
15.10.2026 - 21:50 Uhr

Grünes Licht für Dorferneuerung in Nottersdorf

Die Nottersdorfer wollen ihr Dorf gemeinsam weiterentwickeln. Der Stadtrat stimmte einstimmig für die Durchführung einer Dorferneuerung. Zudem stellte Bürgermeister Karlheinz Budnik den neuen Geschäftsleiter Hans Peter Wiesnet vor.

Windischeschenbach beantragt die Dorferneuerung für Nottersdorf. Bild: Ernst Frischholz
Windischeschenbach beantragt die Dorferneuerung für Nottersdorf.

Ein neues Gesicht in der Stadtratssitzung: Bürgermeister Karlheinz Budnik stellte dem Gremium Verwaltungsrat Hans Peter Wiesnet als neuen Geschäftsleiter vor. Die Sprecher der Fraktionen boten Wiesnet ihre Zusammenarbeit an. Dieser sicherte zu, dem Stadtrat ebenfalls mit einer guten Zusammenarbeit entgegenzukommen.

Dass Bürgerbeteiligung das Grundsätzliche einer Dorferneuerung ist, zeigte sich bei der anschließenden Diskussion über Nottersdorf. Angesichts des voll besetzten Sitzungssaals mit zahlreichen Nottersdorfern sprach Bürgermeister Budnik von einer Bürgerbeteiligung „von Anfang an“ und einer regelrechten Voreuphorie.

In dem Dorf vor den Toren der Stadt steht einiges an. Die Herausforderungen reichen von unklaren Grundstücksverhältnissen über die Wegeverbindungen in die Flur bis hin zu einer optischen Aufwertung des Dorfes. Auch ein Rad- und Gehweg nach Windischeschenbach ist ein wichtiges Anliegen, muss derzeit doch die Staatsstraße benutzt werden. All diese Punkte wurden umfassend an das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) herangetragen. Ziel ist es, für Nottersdorf eine Dorferneuerung auf den Weg zu bringen.

Über die Möglichkeiten und die Thematik informierte anschließend Frank Langguth vom ALE. Bei einer Dorferneuerung stehe die Bürgerbeteiligung an erster Stelle. Diese sehe er mit Blick in die Runde bereits als gegeben an. Als besondere Herausforderungen für Nottersdorf nannte Langguth die ungeregelten Eigentumsverhältnisse. Dass Flurstücke mit mehreren Besitzern teilweise durch Häuser verlaufen, habe auch er noch nicht erlebt. Hier bestehe großer Ordnungsbedarf.

Außerdem fehle ein Dorfmittelpunkt. Ein Rad- und Fußweg nach Windischeschenbach sei ein weiterer zentraler Punkt. Für die Wege in die Flur müsse zudem eine neue Flurneuordnung angestrebt werden. Langguth erläuterte auch die derzeitigen Fördersätze. Für Vorbereitung und Planung liegen diese bei 55 Prozent, für investive Maßnahmen wie Straßen, Plätze, Wege und ökologische Verbesserungen bei 50 Prozent. Der Antrag muss von der Stadt gestellt werden, damit die Aufnahme in das Arbeitsprogramm des ALE erfolgen kann und eine intensive Bürgerbeteiligung anlaufen kann.

Für die Fraktionssprecher waren die Ausführungen mehr als positiv. Der Stadtrat stimmte deshalb einstimmig für die Durchführung einer Dorferneuerung in Nottersdorf. Die Verwaltung wurde beauftragt, die notwendigen Schritte einzuleiten.

Im weiteren Verlauf der Sitzung ging Bürgermeister Budnik auf die Weihnachtsaktion „Bürger helfen Bürgern“ ein. Diese wird wie in den Vorjahren durchgeführt. Flyer werden in den Geschäften und in der Verwaltung ausgelegt.

Zum Bau des Pumptracks berichtete Budnik von einem guten Arbeitsverlauf. FWG-Sprecher Markus Hermann wandte ein, dass ihm Befürchtungen von Bürgern hinsichtlich möglicher Lärmbelästigungen zu Ohren gekommen seien. Bürgermeister Budnik konkretisierte deren Zahl auf „zwei“. Der Bauantrag für die Anlage und deren Genehmigung enthielten auch die Prüfung immissionsschutzrechtlicher Belange. Diese seien Bestandteil der Baugenehmigung. Für CSU-Sprecher Heinz Uhl ist die Anlage etwas Besonderes für Windischeschenbach, die zugleich das Freibadareal aufwerte.

Stadträtin Heike Lehner sprach die Telefonmasten zwischen Nottersdorf und Bach an. Diese würden von der Telekom nicht zurückgebaut, obwohl sie nicht mehr in Betrieb seien und keine Telefonkabel mehr verliefen. Die Stadt sollte deshalb bei der Telekom nachfragen.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung gab Bürgermeister Budnik nach Wegfall der Geheimhaltung mehrere Auftragsvergaben bekannt. Der Ausbau des Scheibenwegs wurde für 252.677 Euro an die Firma Schulz in Pfreimd vergeben. Die Erd- und Betonarbeiten für das Heizhaus mit Vorratsbunker für Hackschnitzel übernimmt die Firma Käs-Bau in Windischeschenbach für 293.589 Euro. Die Planungsleistungen für die Überprüfung der Tiefbrunnen gehen für 43.743 Euro an die Firma Piewak & Partner in Bayreuth.

Für die Grund- und Mittelschule wurden ebenfalls mehrere Aufträge vergeben: Die Estricharbeiten übernimmt die Firma CVM Fußbodentechnik in Halle für 206.737 Euro. Die Dachabdichtungsarbeiten gehen für 1.162.910 Euro an die Firma Fuss & Gartenschläger in Mainleus. Für Fenster, Türen und Rollläden erhielt die Firma Fenster- und Fassaden Müller in Essen den Auftrag über 1.111.093 Euro.

Als Termine für die drei Bürgerversammlungen nannte Budnik den 30. November in Windischeschenbach, den 1. Dezember in Neuhaus und den 2. Dezember in Bernstein.

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