18.10.2021 - 08:13 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Kindergarten-Einweihung in Windischeschenbach ein Jahr nach Fertigstellung

Immer wieder musste die Einweihung des Anbaus an die Kinderoase St. Emmeram in Windischeschenbach verschoben werden. Auch am Freitag bestimmen Coronaregeln die Feierlichkeiten.

Pfarrer Hubert Bartel und Pfarrer Manuel Sauer spenden den kirchlichen Segen.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Eigentlich wollte die Stadt Windischeschenbach und die Kirchenverwaltung St. Emmeram die Einweihung des neuen Erweiterungstrakts an die Kinderoase so richtig groß feiern, mit hochkarätigen Gästen aus München und der Diözese Regensburg. Doch dann kam Corona und aus den Feierlichkeiten wurde zunächst nichts. Ein Jahr lang hatten die Verantwortlichen die Einweihung vor sich hergeschoben. Am Freitag hatte es endlich geklappt. "Die Pandemie fordert immer noch ihren Tribut", bedauerte Bürgermeister Karlheinz Budnik bei dem kleinen Festakt am Freitag in der Räumen des Kindergartens.

Da es trotz aller Auflagen nicht ganz unproblematisch ist, aktuell in einem Kindergarten zu feiern, standen die die geladenen Gäste im Verbindungstrakt zwischen Alt- und Neubau. Und je nach dem, welche Kindergruppe gerade ihre Darbietung vorbrachte, drehten sich die Gäste mal nach links, mal nach rechts. Die Kleinen begeisterten mit Vorträgen mit dem Handwerker-Lied, einem Luftballon-Song, einem Oktoberfesttanz und dem Lieder "Der Herbst ist da." Pfarrer Hubert Bartel und Pfarrer Manuel Sauer spendeten den kirchlichen Segen. Monika Burkhard und Michaela Gaach sorgten für musikalischen Unterhaltung.

Bürgermeister Budnik blickte auf den Herbst 2016 zurück, in dem der erste Bauabschnitt der Kinderoase eingeweiht worden war. Damals hatte Staatsministerin Emilia Müller an den Feierlichkeiten teilgenommen. Doch bald darauf sei festgestellt worden, das die Kapazität in dem neugebauten Kindergarten nicht mehr ausreicht. Eine Erweiterung musste her. "Wenn wir junge Eltern in Windischeschenbach halten wollen, müssen wir neben Arbeitsplätzen auch eine angemessene Kinderbetreuung anbieten", sagte Budnik. Die Arbeiten zum Anbau hätten im Sommer 2018 begonnen, am 1. September 2020 sei das Gebäude fertig gewesen. Mittlerweile bietet die Kinderoase insgesamt Platz für 75 Kindergarten- und 36 Krippenkinder.

Erfreulich hätten sich die Kosten entwickelt. Diese seien zunächst auf 1,73 Millionen Euro geschätzt worden, letztendlich habe der Anbau 1,64 Millionen Euro gekostet. Davon hat die Stadt 830.000 Euro an Zuschüssen bekommen. Das sind 83 Prozent der forderfähigen Kosten. Architekt Alexander Juretzka blickte auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren zurück. "Wer hätte gedacht, dass wir den Kindergarten, den wir vor 5 Jahren eingeweiht haben, schon 3 Jahre später als Altbau bezeichnen werden", sagte er. Das Gebäude zu erweitern sei eine spannende Aufgabe gewesen. Er dankte Bauleiter Mirko Bertl, der sehr viel Herzblut in die Verwirklichung gelegt habe. "Hinter uns liegt eine spannende Zeit", sagte Leiterin Petra Kunz-Wallerer. "Die Kinder sind aber schon längst in dem Anbau angekommen." Sie freue sich besonders über das viele Glas. "So können wir die Natur zu jeder Jahreszeit zu unser herein holen." Weitere Grußworte sprachen Fachberaterin Sabine Weber von der Caritas in Regensburg und Susanne Kick vom Kreisjugendamt in Neustadt/WN.

Architekt Alexander Juretzka (links) übergibt mit Bauleiter Mirko Bertl den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Karlheinz Budnik und Leiterin Petra Kunz-Wallerer.
Info:

Anbau in Zahlen

  • Kosten 1,64 Millionen Euro, davon 830.000 Euro Zuschüsse
  • Bauzeit 2 Jahre
  • Platz für eine Kindergarten- und eine Krippengruppe
  • 365 Quadratmeter groß mit Verbindungstrakt zum bestehenden Kindergarten

 

 

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