11.02.2020 - 11:12 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Laienspielschar wagt Ausflug in die Renaissance

Nach der Aufführung ist vor der Aufführung. In der Jahreshauptversammlung wirft die Laienspielschar bereits einen Blick auf das neue Stück, das sie im November auf die Bühne bringt.

Andreas Kurz springt bei "Der Überführung" im Juni 2019 kurzfristig für den erkrankten Vorsitzenden Ludwig Müller ein, der die Rolle des Pfarrers eigentlich spielen sollte.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Vorsitzender Ludwig Müller blickte in der Jahreshauptversammlung auf die Theatersaison 2019 zurück. "Die Überführung von Georg Lohmeier war ein sehr schönes Stück, das wir hervorragend umgesetzt haben", sagte er und dankte allen Beteiligten, den Regisseuren, den Schauspielern, der Truppe im Standl, der Technik und allen, die sich in irgendeiner Form eingebracht hat. Der Vorstand habe beschlossen, aus dem Erlös der Aufführungen 3000 Euro für den Erhalt des Pfarrheims zu spenden. "Das Pfarrheim ist jedes zweite Jahr unsere Plattform, unsere Heimat. Hier haben wir alle Möglichkeiten, die wir für unser Saalstück benötigen", gab Müller zu bedenken. Deshalb sei dieser Betrag gut angelegt. Außerdem habe der Verein wie jedes Jahr an die Windischeschenbacher Aktion "Bürger helfen Bürgern" gespendet.

Aktuell gehören der Laienspielschar 95 Mitglieder an. Die Truppe könne auf eine Vielzahl von verschiedensten Talenten zurückgreifen, so dass alle Herausforderungen gemeistert werden können. "Durch meinen krankheitsbedingten Ausfall hat sich wieder einmal gezeigt, dass in unserem Verein Potential schlummert, welches zumindest die meisten Ausfälle kompensieren kann", spielte der Vorsitzende auf die kurzfristige Übernahme der Rolle des Pfarrers durch Andreas Kurz an.

Müller freute sich, dass acht neue Mitglieder dem Verein beigetreten sind. Er hatte gehofft, dass die Mitgliederzahlen die 100er-Hürde schaffen werden. Dies sei aber nicht ganz gelungen. "Bitte macht Werbung für diesen Verein. Der Mitgliedsbeitrag ist ein symbolischer von fünf Euro und tut niemandem weh", rühte der Vorsitzende die Werbetrommel für die Laienspielschar.

Seit einiger Zeit hat die Laienspielschar einen Raum im Pfarrheim gemietet, wo sie Leseproben, Vorstandssitzungen und Treffen abhalten kann. Außerdem sind dort alle Unterlagen und Materialien der Laienspielschar gesammelt. "Leider ist das Erscheinungsbild dieses Raums das einer Krabbelgruppe, die ja früher auch darin war", sagte Müller schmunzelnd. Deshalb soll der Raum renoviert werden.

Nach der gelungenen Saison im Neuhauser Burghof wechselt die Theatergruppe im November 2020 die Örtlichkeit und spielt wieder im Pfarrsaal. Hannes Rupprecht hat auch schon ein Stück ausgewählt. „Volpone“ von Ben Johnson ist eine Komödie, die zur Zeit der Renaissance in Venedig spielt. Für das Stück werden 10 bis 12 Darsteller benötigt. Die Generalprobe ist für 12. November festgesetzt, Premiere will die Laienspielschar am 14. November feiern.

Müller wies außerdem darauf hin, dass es für Laienspieler immer wieder hochwertige Fortbildungsseminare gibt. Eva-Maria Eiberger, die seit einem Jahr Laienspielberaterin für den Bezirk Oberpfalz ist, würde ihn anschreiben, wenn es wieder Seminar gebe. Dozenten seien professionelle Schauspieler, Sänger, Pädagogen, Professoren oder Experten für Stimmbildung, Konzentration und Artikulation. Aber auch Kampf- oder Liebesszenen würden gelehrt.

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