12.07.2018 - 12:08 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Millionenbeträge für die Zukunft

Der Stadtrat benötigt am Mittwoch viel Sitzfleisch. Drei Stunden lang beriet sich das Gremium. Dies hat auch sein Gutes. So können die Mitglieder gleich die neuen Stühle und Tische testen, die seit einigen Tagen den Rathaussaal zieren.

(mic) Zwei Fachvorträge und einige wichtige Entscheidungen standen auf der Tagesordnung. Den Auftakt machte Manfred Gebhardt von der Firma IK-T, der den Masterplan für den Breitbandausbau vorstellte. Dieser Plan, der zu 100 Prozent vom Bund finanziert wurde, soll der Stadt mittel- bis langfristig als Leitfaden dienen. Wenn künftig irgendwo im Stadtgebiet eine Straße saniert wird, sollen die Leerrohre für Glasfaserkabel gleich mit hineingelegt werden. Im Schlosshof ist dies schon geschehen. "In 12 bis 15 Jahren können Sie auf eine Struktur zurückgreifen und das alte Kupfernetz auswechseln", erklärte Gebhardt.

Als der Fachmann die Summe von 13,5 Millionen nannte, die die Verlegung der Leerrohre insgesamt kosten würde, schluckten die Räte. Doch da die Arbeiten nicht auf einmal gemacht werden, sondern sich auf viele Jahre verteilt werden, relativiert sich dieser Betrag. Außerdem würden die Kosten für die Erdarbeiten den größten Teil ausmachen, der bei einer Straßensanierung nicht anfalle.

Ebenfalls um einen Millionenbetrag ging es bei den Informationen von Architekt Armin Juretzka. Er brachte das Gremium auf den neuesten Stand der Dinge in Sachen Kindergartenerweiterung. Der aktuelle Plan und die Kostenrechnung seien mit der Regierung der Oberpfalz abgestimmt.

Der Neubau beinhaltet eine Kindergarten- und eine Krippengruppe, Sanitärräume, eine Technikzentrale, ein Kinderbistro und einen Personalbereich. Der zentrale Flur als Anbindung zum Bestandsbau soll mit Schiebetüren ausgestattet werden, die im Sommer geöffnet werden können. 1,73 Millionen Euro wird das Vorhaben kosten. Die hohe Summe ist größtenteils auf die extremen Preissteigerungen, zum Beispiel im Elektrobereich, zurückzuführen. "Die Kosten haben uns nicht erfreut", gab Bürgermeister Karlheinz Budnik zu. Dennoch sei es richtig gewesen, mit dem Bruttovolumen zu rechnen.

Der Baubeginn hängt vom weiteren Prozedere ab und wie schnell Förderbescheid und Baugenehmigung auf den Weg gebracht werden. "Im Frühjahr 2019", schätzt Juretzka. Die Bauzeit veranschlagt er mit einem Jahr. In der Zwischenzeit werden in der Schule zwei Gruppen eingerichtet. "Kein Kind wird abgewiesen", versprach der Bürgermeister.



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