25.05.2018 - 08:22 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Modernes Wohnen mit Familie

Daniela Sauer weiß, auf was sie sich einlässt. „Es kann sein, dass nur 2 Leute kommen, aber auch 200 sind möglich.“ Die 40-Jährige bewirbt sich für die Architektouren 2018 – und wird genommen.

Daniela und Mathias Sauer fühlen sich wohl in ihrem Eigenheim. Auch den Töchtern Mathilda und Aurelia gefällt’s.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

(mic) Für die Familie Sauer, zu der auch Ehemann Matthias (40) sowie die Töchter Mathilda (5) und Aurelia (7) gehören, bedeutet dies, dass sie am 23. und 24. Juni ihr Heim für alle öffnen wird, die sich dafür interessieren. „Das ist kein Problem“, erklärt Daniela Sauer. „Schließlich bin ich auch ein wenig stolz darauf. Es ist schon eine Ehre, ausgewählt zu werden.“ Die Architektin hat das Haus, in dem ihre Familie seit 2015 wohnt, selbst geplant und entworfen.

Jedes Jahr ruft die Bayerische Architektenkammer zu diesem Wettbewerb auf. Unter allen Einsendungen werden dann Objekte ausgewählt, die am letzten Juni-Wochenende besichtigt werden können. „In unserer Gegend sind es sehr wenige“, sagt Sauer. „Die meisten Teilnehmer kommen aus Oberbayern.“

Irgendwann in einem Eigenheim zu wohnen, stand für die Sauers schon immer fest. „Wir haben auch lange nachgedacht, wie es werden soll“, erzählt die Planerin. „Mit Stift und Zettel saßen wir anfangs da, um alles zu notieren, was uns wichtig war.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Konzept besticht durch offene, großzügige Wohnräume und eine variable Nutzung, die den problemlosen Tausch von Arbeiten und Freizeit mit den Kinderzimmern zulässt. Der Grundriss des Gebäudes gleicht einem L. Im Erdgeschoss befinden sich links vom Eingang in einem Anbau mit 40 Quadratmetern 2 Zimmer, in einem stehen Fitnessgeräte, das andere nutzt Daniela Sauer als Home Office. Sie ist bei Rösch Architekten in Gebenbach beschäftigt. Die L-Form bietet noch einen weiteren Vorteil: die Terrasse liegt eingebettet und gut geschützt zwischen den Mauern.

Noch befinden sich die Räume der Mädchen in der Nähe des Elternschlafzimmers. Wenn sie älter werden, könnten sie vom 1. Stock ins Erdgeschoss ziehen. Die Arbeits- und Freizeitbereiche würden dann in den ehemaligen Kinderzimmern untergebracht werden.

Küche-, Ess- und Wohnraum im Erdgeschoss gehen ineinander über. Von diesem Bereich führt die Treppe in den ersten Stock. Ein Spielflur verbindet die Zimmer der Mädchen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite liegen Schlafzimmer mit begehbarem Kleiderschrank und Bad mit angrenzendem Raum für Waschmaschine und Trockner. „Unser Haus teilt sich in dienende und bedienende Räume“, erklärt die Planerin. Dienende Räume werden aktiv bewohnt, bedienende beherbergen Dinge wie Heizung, Stauraum oder Technik. So kann in dem großen Wohnraum auf überflüssigen Schnickschnack, wie zusätzliche Regale, verzichtet werden. Die klare, aufgeräumte Linie sieht bewusst keine Vorhänge oder knallige Farben vor. Ein zarter, heller Braunton ziert eine Wohnzimmerwand, der Küchenteil setzt sich durch einen blassen Grünton ab.

Alle Aufenthaltsräume richten sich nach Süden aus, die Nebenräume nach Norden. Das Gebäude passt sich der Höhenentwicklung des Geländes an. Während der Anbau drei Stufen tiefer liegt, befindet sich die Garage weiter oben. Durch das Flachdach hebt sich das Haus zwar von denen der Nachbarn etwas ab, aber der Rest fügt sich ein. Auch das Thema Energie war den Sauers sehr wichtig. Ihr Heim ist ein Passivhaus. Dazu trägt eine gute Dämmung von Wänden, Dach und Boden bei. Die großen Fenster im Süden lassen viel Sonnenenergie herein. Weiter setzt Familie Sauer auf eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, eine Erdwärmepumpe für Heizung und Warmwasser sowie eine Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher.

Der Massivbau besteht aus Kalksandstein im Mauerwerk sowie Stahlbeton an Wänden und Decken. Die komplette Elektroinstallation erfolgte in Eigenleistungen. Matthias Sauer, von Beruf Fach-Informatiker, und sein Vater Werner Sauer, gelernter Elektriker, nutzten ihr Knowhow, um das Haus mit den modernsten technischen Finessen auszustatten.

Ein "Bus"-System ermöglicht es, alle Anschlüsse (Licht, Lautsprecher, Rollo) an jeder beliebigen Stelle zu schalten. Als Lichtquelle dient ausschließlich LED. Ein eigenes, selbst programmiertes Smarthome-System ermöglicht eine flexible Steuerung übers Internet.






Info:

Besichtigung

Das Haus von Daniela und Matthias Sauer, Ahornstraße 6, in Neuhaus, kann am 23. und 24. Juni, besichtigt werden. Öffnungszeiten am Samstag sind von 16 bis 18 Uhr und am Sonntag von 14 bis 16 Uhr.

Am 23. und 24. Juni kann das Haus von Familie Sauer besichtigt werden. Architektin Daniela Sauer hat sich für die Architektouren 2018 beworben.

Die Räume bestechen mit offenem Wohnen.

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