13.01.2019 - 15:56 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Narrhalla mit einmaligem Gastspiel in Tirschenreuth

Die Windischeschenbacher Narrhalla feierte Inthronisationsball im Tirschenreuther Ketteler-Haus. Dabei zeigen nicht nur Cowboys und Cowgirls, was sie drauf haben.

von Walter BeyerleinProfil

Die Narrhalla eröffnete mit dem Inthronisationsball die diesjährige närrische Zeit. Das Ketteler-Haus war diesmal der Veranstaltungsort. Gewiss haben viele der Besucher aus Tirschenreuth das hochprofessionelle Auftreten der Narrhalla Windischeschenbach erkannt und werden vielleicht im nächsten Jahr umgekehrt zu diesem Event fahren. Die überwiegend festlich gekleideten Besucher staunten über die mehrstündige Show, die eine Stunde nach Mitternacht mit dem Schautanz „Wilder Westen“ endete.

Hofmarschall Dominik Neitz begrüßte die Gäste zum 36. Inthronisationsball. Mit dabei waren die Bürgermeister Karlheinz Budnik und Franz Stahl mit ihren Ehefrauen. Der Saal war sehr diskret beleuchtet, auf den Tischen standen paarweise Kerzen, von der Decke leuchteten LED-Lichter. Nach dem Einzug aller Aktiven kam der mit Spannung erwartete erste Höhepunkt des Abends: Der Auftritt des Prinzenpaares Thomas III. und Viktoria I.

Das Prinzenpaar durchschritt das Spalier der Garden und winkte „seinem Volk“ huldvoll zu. „Besser hätte es ein echtes Prinzenpaar auch nicht machen können“, meinten nicht wenige Besucher.

Für das Prinzenpaar hatte Markus Gesierich die Kostüme entworfen und dabei, auch wenn nichts Näheres verraten wurde, keine Kosten und Mühen gescheut. Die Prinzessin trug einen Mantel aus Organza mit Flockdruck und darunter eine lilafarbene Corsage. Dazu einen schier unendlichen Reifrock aus Paillettenstoff mit aufgenähten roten Ornamenten sowie einen farblich abgestimmten Kopfschmuck mit Federn. Vor einem Jahr, also zum Ende des Faschings, hatte Gesierich diese Kreation bereits „im Kopf gespeichert“. Seine Idee setzten drei Schneiderinnen in die Wirklichkeit um. Prinz Thomas III. trug einen Gardefrack aus weißem Brokat mit farblich zum Kostüm der Prinzessin abgestimmten Epauletten und Schärpe. Neben dem Kostüm für das Prinzenpaar zeigte sich Gesierich auch verantwortlich für die Kostüme der Prinzengarde.

Nach dem Willkommensgruß von Präsidentin Anita Nonnenmacher in Gedichtform und dem Gardetanz der Kindergarde folgte die Inthronisierung des Prinzenpaares. Budnik wollte der Präsidentin nicht nachstehen und überbrachte seine Grüße auch in Gedichtform, übergab dann den Schlüssel der Stadt und die Kasse an das Prinzenpaar. Bürgermeister Franz Stahl als Hausherr hieß die Gäste im ebenfalls willkommen.

Die Jugendgarde zeigte ihren Gardetanz, dann präsentierte sich Lina Mai in einer tollen Kulisse als Kinderfunkenmariechen. Bei ihrem Tanz durfte sie einem überdimensionalen Schneemann mit einer riesigen Karotte und einem Ast als Arm das richtige Aussehen geben. Alles verband Lina tänzerisch zu einer Einheit. Viel Jubel für das Mädchen, das auch gleich noch eine Zugabe geben durfte.

„Der Puppenmacher“ lautete das Thema des Schautanzes der Jugendgarde. Dass die Garde „richtig aufgezogen“ war, zeigten die riesigen Schlüssel auf dem Rücken der Tänzerinnen, mit denen im Kleinformat früher mal Kinderspielzug in Gang gesetzt wurde.

Nach Mitternacht dann der heiß erwartete Schautanz der Garde: Der Tanz entführte die Ballbesucher in den „Wilden Westen“. Mia Richter und Thimo Fifeik waren das Tanzpaar, das gemeinsam mit den „Cowboys und Cowgirls“ die Besucher immer wieder zu frenetischen Beifall herausforderte. Die Prinzengarde zeigte sich perfekt in der Choreografie und absolut sicher bei den akrobatischen Einlagen.

Der 36. Inthronisationsball hatte aber noch eine weitere Besonderheit aufzuweisen: Die „Music Stars“ spielten heuer zum 20. Mal zum Tanz auf und sorgten wie in der Vergangenheit für eine volle, ja manchmal sogar überfüllte Tanzfläche.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.