21.06.2020 - 11:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Ortsjugendwerk informiert sich über die Situation im Haus Elisabeth

Die vergangenen Wochen waren für die Kinder und Jugendlichen des Hauses Elisabeth nicht einfach. Hannelore Haberzett berichtet dem Ortsjugendwerk von den schweren Zeiten.

Eine ganze Reihe Kisten mit Geschenken übergab Katja Stessmann an Hannelore Haberzett zusammen mit Bianca Höcherl und Lena Zeitler (von rechts).
von Ernst FrischholzProfil

"Alleine die Geste ist für uns schon eine Freude, denn in den Wirren von Corona sind wir eigentlich verloren gegangen", sagte Hannelore Haberzett, Einrichtungsleiterin im Haus St. Elisabeth.

Sie freute sich sehr über den Besuch von Katja Stessmann, Lena Zeitler und Bianca Höcherl vom Ortsjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt. Die drei Frauen hatten mit ganze Reihe Kisten mitgebracht, die alle bis oben hin mit Süßigkeiten und Geschenken gefüllt waren. "Wir wollen damit die außergewöhnliche Arbeit in solch schwerer Zeit würdigen", sagte Stessmann.

Haberzett blickte auf die vergangenen, schweren Wochen zurück. 36 Kinder und Jugendliche sind im Heim in Wohngruppen untergebracht. Die gute Nachricht gleich zuerst. "Wir hatten keine Infektion, weder bei den Betreuten noch den Mitarbeitern", sagte die Leiterin. "Wir haben eingangs einen Pandemieplan entwickelt, praktisch eine Glasglocke über die Kinder gestülpt." Anfangs habe keine Schutzausrüstung gegeben, der Katastrophenschutz hat er etwas vorbeigebracht. "Wir haben eine provisorische Krankenstation eingerichtet, die wir zum Glück nie gebraucht haben." Die Heimbewohner durften keine Besuche zu Hause machen oder Besuche empfangen. Es gab auch keinen Ausgang.

Zudem musste das Homeschooling organisiert werden. Das Problem dabei sei gewesen, dass vormittags eigentlich kein Personal im Haus vorgesehen ist. "In Normalzeiten befinden sich die Kinder und Jugendlichen ja in den Schulen", gab Haberzett zu bedenken. Die Wohngruppen waren praktisch Haushaltsgemeinschaften. "Wir und unsere Kinder und Jugendlichen freuen sich, dass sich die Lage wieder entspannt hat", freut sich die Leiterin. Die drei Frauen vom AWO-Ortsjugendwerk wiesen auch darauf hin, dass der von ihnen angebotene Einkaufsservice in Windischeschenbach weiterhin angeboten wird.

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