19.03.2020 - 13:52 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Ortsjugendwerk übernimmt den Einkauf

Besondere Zeiten fordern besondere Ideen. Das Ortsjugendwerk der AWO bietet einen Einkaufsservice an. Bestellungen werden von Montag bis Freitag entgegen genommen.

Das Ortsjugendwerk der AWO bietet einen Einkaufsservice für Ältere oder Risikogruppen an. "Die Bestellungen werden bis vor die Tür geliefert", verspricht Vorsitzende Katja Stessmann.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Mitglieder des Ortsjugendwerks der AWO um Vorsitzende Katja Stessmann und ihre Stellvertreterin Lena Zeitler sind immer ein Garant für kreative Ideen. Auch die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise lassen sie nicht kalt. Um älteren Mitbürgern zu helfen, hat sich das Ortsjugendwerk entschlossen, einen Einkaufsservice anzubieten. Das Angebot gilt ab sofort bis Mitte April, je nach Situation.

"Zusammenhalten, aber bitte mit ausreichend Abstand", lautet das Motto der Organisation. “Bitte bleiben Sie zuhause und vermeiden Sie Kontakte", richtete die Vorsitzende einen Appell an die Bürger. "Stattdessen gehen wir für Sie einkaufen.“ Das Angebot richtet sich nicht nur an Ältere, sondern auch an Personen, die zu einer Risikogruppe gehören oder sich in Quarantäne befinden.

„Nun gilt es mehr denn je, dass wir zusammenhalten“, sagt Vorsitzende Katja Stessmann. „Besonders unsere Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen, sollten das Haus nicht mehr verlassen. Damit nicht jeder wegen einem Päckchen Butter oder einer Packung Nudeln ins nächste Geschäft rennt und sich in Gefahr begibt, möchten wir unsere Unterstützung anbieten.“

Der Einkaufsservice umfasst Einkäufe beim Bäcker, Metzger und im Supermarkt sowie dringende Erledigungen, wie zum Beispiel Medikamente als der Apotheke holen. Der Service ist kostenlos. Es muss nur jeweils die bestellte Ware bezahlt werden.

Wer den Service nutzen möchte, kann sich von Montag bis Freitag zwischen 12 bis 14 Uhr unter Telefon 0170/3870517 (Lena Zeitler) melden und seine Bestellung aufgeben. Das Ortsjugendwerk organisiert anschließend die Bestellungen bei den örtlichen Geschäften und teilt und den Leuten den Preis des Paketes sowie den ungefähren Lieferzeitpunkt mit.

Der Geldbetrag sollte möglichst passend in ein Kuvert vor die Haustüre gelegt werden, wo dann im Gegenzug das Paket abgestellt wird. Aufgrund der hohen Infektionsgefahr wollen die Helfer des Ortsjugendwerks persönliche Kontakte weitestgehend vermeiden.

„Es kommt nun auf jeden von uns an, und wir helfen gerne wo wir können“, erklärt Stessmann. „Wir alle durften wohlbehütet aufwachsen, unsere Eltern und Großeltern haben sich um uns gesorgt. Nun ist es an der Zeit, dass wir etwas zurückgeben.“

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.