Windischeschenbach
29.11.2018 - 11:15 Uhr

Rollstuhlfahrer bekommen Genehmigung

Was macht ein Rollstuhlfahrer, wenn er ein Konzert am Schafferhof besuchen möchte? Laut Verbotsschild darf er nicht einfahren, aber er kann bei der Stadt Windischeschenbach eine Ausnahmegenehmigung beantragen.

Die Burgstraße bleibt gesperrt. Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte, die an einer Veranstaltung am Schafferhof teilnehmen wollen, können bei der Stadt Windischeschenbach eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Bild: Lowak
Die Burgstraße bleibt gesperrt. Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte, die an einer Veranstaltung am Schafferhof teilnehmen wollen, können bei der Stadt Windischeschenbach eine Ausnahmegenehmigung beantragen.

Die Verkehrsregelung in der Burgstraße kommt nicht bei allen gut an. Größter Kritikpunkt: Was macht ein Rollstuhlfahrer oder jemand mit Gehbehinderung, der eine Veranstaltung am Schafferhof besuchen möchte?

Seit Jahren ist die Burgstraße für den Verkehr gesperrt. Lediglich Lieferfahrzeuge dürfen einfahren. Alle anderen, auch die Menschen, die dort wohnen, brauchen von der Stadt eine Ausnahmegenehmigung. Erst vor kurzem haben sich die Anwohner deutlich dafür ausgesprochen, diese Regelung beizubehalten. Doch die Frage, was Gehbehinderte machen, wenn sie ein Schafferhof-Konzert besuchen wollen, ist berechtigt.

Laut Tobias Wirth von der Polizeiinspektion Neustadt erlaubt das weiße Schild mit rotem Rand, dass die Einfahrt verbietet, keine Ausnahmen. Wer dennoch in die Burgstraße möchte, kann bei der Stadt Windischeschenbach nachfragen. „Betroffene können wie bisher eine Ausnahmegenehmigung beantragen“, gibt Bürgermeister Karlheinz Budnik bekannt. „Wir wollen niemanden diskriminieren, aber rechtlich haben wir keine andere Wahl.“

Schafferhofwirt Reinhard Fütterer sieht das ähnlich: „Niemand soll benachteiligt werden“, betont er. Doch die Erfahrungen der Vergangenheit hätten gezeigt, dass es sich nicht vermeiden ließe, die Burgstraße zu sperren. Hunderte Autos hätten sich früher auf dem schmalen Weg gedrängt und alles zugeparkt. „Das war nur noch Chaos“, erinnert sich Fütterer. Die Leute hätten auch in privaten Hofeinfahrten geparkt. „Ein Rettungswagen wäre nicht mehr durchgekommen.“ Inzwischen würden viele seiner Gäste den Parkplatz unten an der Waldnaab annehmen oder ihr Auto beim Kriegerdenkmal abstellen.

 
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