12.04.2019 - 16:26 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Vom Schicksal der Sterne

Neben Sternen, Planeten und Galaxien ist beim Vortrag „Jenseits der Sonne“ im Geo-Zentrum viel von „Schwarzen Löchern“ die Rede. Ein aktuelles Thema, zumal gerade Stunden zuvor das erste Foto eines dieser Objekte veröffentlicht wurde.

Peter Postler von der Gerhard-Franz-Volkssternwarte Tirschenreuth hält im Geo-Zentrum an der KTB einen Vortrag.
von FSBProfil

Zu Gast an der KTB war Peter Postler, Leiter der Gerhard-Franz-Volkssternwarte Tirschenreuth, der die Gäste im Rahmen der vierteiligen Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Geopark Bayern-Böhmen und den Volkshochschulen Weiden/Neustadt und Tirschenreuth in die unendlichen Weiten des Universums entführte.

Die Reise begann mit den Geburtsstätten neuer Sterne und dem Lebensweg unserer Sonne. Diese sei mit 1,4 Millionen Kilometer Durchmesser im Vergleich zu den wesentlich größeren und lichtstärkeren Sonnen Arcturus, Deneb oder gar Antares und VY Canis Majoris nur ein unterdurchschnittlicher Stern. „Geboren“ vor 4,6 Milliarden Jahren, wird sie in etwa 5 Milliarden Jahren allmählich größer und zum Roten Riesen, ehe sie zu einem Weißen Zwerg zusammenstürzt, erklärte Postler. Je nach Anfangsmasse entscheide sich das Schicksal der Sterne. Sind sie größer als eine Sonnenmasse, explodierten sie nach einem Gravitationskollaps in einer Supernova und würden dann entweder zu einem Weißen Zwerg, einem Neutronenstern oder einem Schwarzen Loch.

Die Entstehung von Planeten war bereits Inhalt des ersten Vortrags der Reihe „Der Blick ins All“. In unserem Sonnensystem zähle man die vier Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars, von denen letzterer mit Atmosphäre und Wasservorkommen für die Menschheit bedeutsam werden könne. Danach folgten die vier Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, der schon 4,5 Milliarden Kilometer entfernt sei. Eine Vorstellung der Entfernungen dieser Planeten voneinander vermittelt der Tirschenreuther Planetenweg. Noch weiter draußen liegen im Kuiper-Gürtel Hunderttausende sogenannter Trans-Neptun-Objekte. Von ihnen aus gesehen sei die Sonne nur einer unter vielen im Heer der Sterne der Milchstraße. In unserer Milchstraße rechne man mit 400 Milliarden Sternen.

Unsere Galaxis, die Milchstraße, in deren Zentrum ein „Schwarzes Loch“ existiere, bilde mit der Andromeda-Galaxie und einigen kleineren Galaxien die „Lokale Gruppe“, die wiederum Bestandteil des „Virgo-Super-haufens“ sei, auf den sie sich zubewege. Dieser sei 54 Millionen Lichtjahre entfernt, der "Laniakea-Super-cluster" gar 250 Millionen Lichtjahre. Zwischen den Galaxien und Superhaufen gebe es fadenförmige Verbindungen mit einer höheren lokalen Galaxiendichte um riesige Hohlräume herum, scheinbar leere Strukturen mit unbekannter, vielleicht „Dunkler Materie“.

Das Universum ist 13,7 Milliarden Jahren alt. Nach heute einhelliger Meinung werde es sich ewig ausdehnen.

Bereit für den nächsten Urknall?
Unser Sonnensystem in einem der Spiralarme der Milchstraße.
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