02.06.2021 - 10:29 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Schutzbrille auf und los geht das Experiment: Kinder forschen am Windischeschenbacher Geo-Zentrum

Rebecca und Anton kennen sich aus. Sie sind schon das zweite Mal mit ihren Eltern im Geo-Zentrum an der KTB zu Besuch, weil es dort einfach so viel zu entdecken gibt. Sie überraschen bei einem Workshop mit erstaunlichem Vorwissen.

von fsbProfil

Als junge Experten erwiesen sich beim Ferien-Workshop "Experimentieren mit Steinen" die neunjährige Rebecca aus Weiden und der achtjährige Anton aus Landshut. Sie waren zum einen schon das zweite Mal mit ihren Eltern im GEO-Zentrum an der KTB zu Besuch und überraschten zudem mit erstaunlichem Vorwissen.

Diplom-Biologin und Umweltpädagogin Andrea Mack stellte ihnen die einleitenden Fragen: "Welche Steine gibt es? Wie erkennt man sie? Wo kommen sie her und mit welchen Experimenten kann man das herausbringen?" Dazu hatte sie den beiden Kindern je eine Kiste "Gesteinskunde" zur Verfügung gestellt. Zunächst wurden die 15 darin enthaltenen Steine untersucht. Einer von ihnen war gar keiner, sondern Schlacke als Abfallprodukt aus der Glasindustrie.

Auch ein anderer Stein glänzte besonders: ein Vulkanstein. Anton hatte einen solchen Bimsstein, der vor allem in Italien bei den aktiven Vulkanen zu finden ist, von seiner Oma erhalten. "Der war ganz leicht", erinnerte er sich. "Dann überprüfe mal, ob er schwimmt", forderte ihn die Kursleiterin auf. Einen anderen Stein könne man sogar essen und ist bei Pommes dabei, verriet sie. Den Salzstein erkannte Rebecca gleich, als sie vorsichtig daran leckte: "Den fressen auch die Pferde. Der schmeckt wie Meersalz." Bei einem durchsichtigen Stein vermuteten beide jungen "Geologen", es sei Quarz, doch eine Glasscheibe ließ sich damit nicht ritzen.

Schließlich gab es noch ein Gestein, mit dem berühmte Maler Bilder herstellten. Schnell wurde die Kohle entdeckt. Im zweiten Teil wurden eine Reihe Versuche durchgeführt. Versehen mit einer Schutzbrille fanden Rebecca und Anton schnell den Kalkstein heraus. Sie durften verdünnte Salzsäure darauf tropfen lassen. "Das blubbert wie Sprudel", stellte das Mädchen fest. In einem der Steine war ein Fossil. So einer wurde dann selbst hergestellt und selbst die Eltern machten sich dabei an die Arbeit: eine Muschel in Knetteig drücken, die Mulde mit im Wasser angerührten Gips ausfüllen und alles ruhen lassen.

In der Zwischenzeit wurde ein Abstecher ins Labor gemacht, wo unter dem Mikroskop Steine betrachtet wurden. Schnell wurde der aus kleinen Körnern bestehende Sandstein herausgefunden. Ein weiterer hatte gar drei Bestandteile: kleine schwarze Punkte, rosa schimmernde Stellen und glatte Teilchen. Der Merkspruch zu dem harten Gestein war einprägsam: "Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer. Kommen sie zu dritt, dann ist es Granit." Noch nicht benannt war der Tonstein, der weicheste von allen, den man sogar mit dem Fingernagel ritzen konnte. Schließlich versuchten alle mit großer Mühe, mit einem Eisenring aus einem Feuerstein Funken zu schlagen. "Jetzt ahnt ihr, warum die Steinzeitmenschen das Feuer nicht ausgehen lassen wollten", erklärte Mack. Dann freuten sich alle über ihre mittlerweile entstandenen "Versteinerungen", die sie natürlich mit nach Hause nehmen durften.

Noch schnell anmelden

Windischeschenbach

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.