Windischeschenbach
13.04.2026 - 14:22 Uhr

"Soulfood unplugged" berührt Herz und Seele im Schafferhof

Wie Inge Meysel, die Titelmelodie der Serie „Alf“ und eine alte Eis-Werbung miteinander harmonieren, erfordert normalerweise einiges an Vorstellungsgabe. Für die Band „Soulfood unplugged“ war es im Schafferhof allerdings ein Leichtes.

Über eine volle Hütte konnten sich die Wirtsleute Fütterer wieder einmal freuen: Steffi Denk, Sepp Haslinger und Fred Jacobsson lockten am Samstag viele Zuhörer an. Und es wurde nicht nur ein musikalischer Hochgenuss über drei Stunden lang. Das Trio auf der Bühne sorgte auch für viele Lacher im Publikum. Es war enorm viel Leichtigkeit im Spiel, als sich die drei Musiker, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bandbestehen feiern können, durchs Programm „soulten“.

Die Qualitäten wurden bereits zum Auftakt bei einer Version von Bill Withers Klassiker „Lovely Day“ hörbar, mit dem das Fundament für einen weiteren gelungenen Konzertabend gelegt wurde. Mit Blick auf die Instrumente lässt sich von einer „reduzierten Form“ sprechen, in der lediglich Bass/Gitarre, Keyboard und „leichte“ Percussions zum Einsatz kamen.

Die Arrangements verwandelten das Programm in einen bunten und außerordentlich schönen musikalischen Blumenstrauß: Viele Songs erklangen in überraschenden Varianten, die den direkten Weg ins Herz und die Seele der Zuhörer fanden. Das galt für die beiden Prince-Klassiker „Kiss“ und „Cream“ genauso wie für Laith Al-Deens „Bilder von Dir“, Michael Jacksons „Billie Jean“ und die Sting-The Police-Hits „Seven Days“ und „Roxanne“.

Die drei Musiker auf der Bühne waren mit so viel Spaß bei der Sache, dass eben auch viele witzige Momente entstanden: Steffi Denk parodierte nicht nur Inge Meysel, sondern auch ostdeutsche Landsleute, Sepp Haslinger interpretierte bekannte Werbe-Jingles und Fred Jacobsson nahm die Spielereien seiner Mitmusiker mit stoischer Gelassenheit und trockenem Humor auf. Lustig wurde es auch, als Steffi Denk von den – vermeintlichen – Auftritten am „Ballermann“ und den großen Erfolgen mit einer Text-Version der „Alf“-Titelmelodie berichtete. Eingebunden wurde natürlich auch das begeisterte Publikum, das den ein oder anderen Refrain mitsingen durfte. Viel Applaus gab es zum Abschluss: Und sogar nach drei Stunden durfte die Band nicht ohne Zugaben von der Bühne gehen.

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