22.11.2020 - 10:29 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

In St. Emmeram abtauchen in einem Meer aus Lichtern

Wie können Gläubige aus Neuhaus und Windischeschenbach auch heuer an der Nacht der Lichter im Regensburger Dom teilnehmen? Ein Orga-Team aus der Pfarrei überlegt und schafft aus der Not heraus ein wunderbares Erlebnis.

von Miriam SperberProfil

Der BDKJ Diözesanverband Regensburg und die Evangelische Jugend, die die Nacht der Lichter am vergangenen Freitagabend in Regensburg organisierten, hatten mit der Ankündigung einer Live-Übertragung via Internet aus dem Dom den Grundstein für einen wunderbaren Abend in der Pfarrkirche St. Emmeram in Windischeschenbach gelegt. Denn Barbara und Daniela Reichert, Ramona Schricker und Gemeindereferentin Gabriele Sieder aus der Pfarreiengemeinschaft Windischeschenbach-Neuhaus beschlossen, etwas Besonderes anzubieten. Ihre Idee: Die Live-Übertragung aus dem Dom auf einer großen Leinwand mit entsprechender Beleuchtung in der Kirche St. Emmeram zu zeigen, um so die Nacht der Lichter daheim mitfeiern zu können.

Die Lichttechnik-Firma LTTG, die bereits des Öfteren bei Live-Übertragungen in Coronazeiten geholfen hat, kümmerte sich um Technik und Beleuchtung: Sie tauchte die Windischeschenbacher Kirche in warmes, rotes Licht. Vor dem Altar stellten die Technikexperten eine große Leinwand auf. Davor schmückte das Orga-Team die Stufen zum Altar mit Tüchern, Kerzen und dem Taizé-Kreuz. „Wir sind mit Abstand dabei. Dennoch sind wir miteinander verbunden“, meinte Pfarrer Hubert Bartel zu Beginn des Abends vor gut 60 Teilnehmern. So war es auch, denn schloss man die Augen, meinte man tatsächlich, im Dom zu sein. Mit all den brennenden Kerzen herrschte trotz Abstandsregeln ein einzigartiges Ambiente in der Pfarrkirche, das die Gläubigen zum Träumen und zur Besinnung einlud.

Das Abendgebet wurde mit Gesängen aus Taizé gestaltet. Dies sind kurze Liedzeilen, die mehrmals hintereinander wiederholt werden, um dadurch zur Ruhe zu kommen. Das rote Licht in der Kirche verstärkte diesen Effekt. Das Liedblatt zum Mitsingen hatte im Vorfeld die Diözese Regensburg bereitgestellt. Die Kreuzanbetung fand vor den Stufen statt. Für Personen, die nach vorne kommen wollte, um still ihre persönlichen Anliegen vorzubringen, waren Plätze zum Innehalten markiert worden.

„Es ist schön, dass man in einem kleinen Kreis die Familie mitnehmen kann und ein paar Augenblicke findet, um zur Ruhe zu kommen.“, meinte eine Mutter. Mit dem Bus nach Regensburg zu fahren, um dann im Dom dabei sein, wäre ihr zu stressig gewesen. „Da hat Corona auch Vorteile“, meint sie.

Passend zum Jahresthema der Pfarreiengemeinschaft, Schöpfung im Zeichen der vier Elemente, stand die Nacht der Lichter unter dem Symbol „Feuer“. Für den Advent sind weitere Lichtererlebnisse wie ein Lichterweg oder das Friedenslicht auf der Agenda des Orga-Teams. Neuigkeiten bezüglich Gottesdienste und Feiern gibt es im Pfarrbrief oder auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft.

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Windischeschenbach

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