Der Wohnmobiltourismus nimmt zu. Das merkt auch die Stadt Windischeschenbach. An manchen Wochenenden ist der Schafferhof-Parkplatz in der Naabstraße gut frequentiert. Um die regionalen Angebote zu analysieren, hat die Steinwald-Allianz allen Mitgliedskommunen ein Beratungsangebot gemacht, das auch Windischeschenbach gerne angenommen hat. Ein Büro aus der Tourismus-Marketing-Branche hat bereits eine Analyse erstellt. "Es geht hier nicht darum, einen Campingplatz zu errichten, sondern wir reden von Stellplätzen für ein bis zwei Nächte", erklärte Bürgermeister Karlheinz Budnik in der Sitzung des Stadtrats. Bislang sind in Windischeschenbach zwei Flächen für diese Kurzurlauber ausgewiesen. Neben dem Standort in der Naabstraße gibt es auch beim Freibad eine Möglichkeit, Wohnmobile abzustellen. Allerdings bislang ohne Infrastruktur wie Strom, Wasser oder einer Entsorgungsstation.
Nun gelte es abzuklären, wie weit die Stadt sich in dieses Thema einbringen und die Standorte weiter ausbauen möchte, sagte Budnik. "Wollen wir das oder nicht?" Ein weiterer Wohnmobil-Stellplatz könne der ehemalige Porzellan-Parkplatz in der Neuhauser Straße sein. Werner Sauer (SPD) hat dazu eine klare Meinung: "Wir sollten das auf jeden Fall weiterverfolgen. Wenn wir den Tourismus verbessern wollen, dann sollten wir auch eine gewisse Infrastruktur zur Verfügung stellen", sagte er. Er bat zu klären, ob es dafür eine Förderung gebe und welche Arbeiten der Bauhof selbst leisten könne. Auch CSU-Sprecher Thomas Wilhelm signalisierte die Zustimmung seiner Partei. "Wir unterstützen das", sagte er. Das bisherige Angebot werde schon sehr gut angenommen. Zoiglgänger sollten sich nicht mehr in die Büsche schlagen müssen. Um einen Stromanschluss zu realisieren, sei wahrscheinlich der Porzellan-Parkplatz besser geeignet. Auch Wilhelm betonte, dass die Wohnmobilstellplätze keine Konkurrenz zur Schweinmühle seien. "Das ist ein ganz anderes Klientel", sagte er.
Annette Dietl (Freie Wähler) wollte wissen, ob Wohnmobil-Nutzer die Kläranlage zur Entsorgung anfahren können. Dies sei zu den regulären Arbeitszeiten durchaus möglich, bestätigte der Bürgermeister. Dietls Frage, ob sich ein solcher Ausbau rechne, beantwortete er wie folgt: Der Nutzer werde für Strom oder Wasser zwar Gebühren zahlen, aber die Einrichtung selbst rechne sich nicht. Die Ausstattung der Stellplätze sei eine freiwillige Leistung, allerdings im Sinne von ISEK. Das Gremium war sich einig, diesen Schritt zu gehen und beauftragte die Verwaltung, Kosten und Möglichkeiten auszuloten.



















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