07.06.2019 - 11:52 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Start frei fürs Förderprogramm

Ab sofort gibt's Geld. Jeder, der im Fördergebiet wohnt, kann Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen beantragen. "Damit beginnt der Aufbruch, auf den wir alle so lange gewartet haben", freut sich Bürgermeister Karlheinz Budnik.

Leerstände füllen und die Innenstadt stärken: Mit dem Kommunalen Förderprgramm können nun Privatleute Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen beantragen.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Aufbruchstimmung war deutlich zu spüren, als die Städteplaner Robert Leiner und Rainer Heinz die Eckpunkte des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) noch einmal kurz vorstellten. Das Konzept, das ganz klar ein Signal "Pro Innenstadt" ist, gibt es nun als gebundenes 122-seitiges Heft oder digital auf der Homepage der Stadt nachzulesen.

Im Oktober 2016 hatte der Stadtrat beschlossen, wieder in das Städtebauförderprogramm einzusteigen. Im Herbst 2017 wurde in Abstimmung mit der Regierung der Oberpfalz die iq-Projektgesellschaft beauftragt, das Konzept zu erstellen. Die Planer Leiner und Heinz hatten nach einer Bestandsaufnahme per Zufallsprinzip 1200 Haushalte befragt, 7 Sitzung einer Lenkungsgruppe geleitet, bei einem Infoabend in der Aula der Schule mit den Bürgern diskutiert, den Entwurf im Januar dem Stadtrat vorgestellt und mit Baudirektorin Regina Harrer von der Regierung der Oberpfalz abgestimmt.

ISEK ist die Grundlage für alle weiteren Sanierungsschritte und auch für das Kommunale Förderprogramm, das allen, die im festgesetzten Fördergebiet wohnen, die Möglichkeit gibt, Zuschüsse zu beantragen. Das Fördervolumen soll 2019 und 2020 insgesamt 275 000 Euro betragen. Bereits am 13. Juni wird es einen ersten Beratungstermin im Rathaus geben, für den sich Interessenten noch anmelden können. Die städtebaulichen Berater, Kuchenreuther Architekten/Stadtplaner aus Marktredwitz, geben privaten Bauherren kostenlose Empfehlungen für ihre Vorhaben.

Gefördert werden die Instandsetzung, die Neu- und Umgestaltung von Fassaden einschließlich Fenster und Türen sowie Verbesserung an Dächern und Dachaufbauten (maximal 20 000 Euro), die Umgestaltung von Einfriedungen, Außentreppen und Hofräumen mit öffentlicher Wirkung (maximal 5000 Euro). Ebenfalls Geld gibt es für Modernisierungsmaßnahmen zur Anpassung des Gebäudes an moderne Wohnverhältnisse wie Grundrissverbesserung, Heizungs-und Sanitäranlagen, seniorengerechtes Wohnen und Barrierefreiheit (bis zu 10 000 Euro).

Interessant ist auch das Geschäftsflächenprogramm (maximal 10 000 Euro), das Modernisierungsmaßnahmen an Fassaden, Schaufenstern und Eingang sowie Anpassungsmaßnahmen im Innern bei baulichen Missständen beinhaltet. Voraussetzung für eine Förderung ist ein Leerstand von Geschäfts- und Gastronomieflächen im Erdgeschoss des Gebäudes von mindestens 6 Monaten. Fördermittel aus dem Kommunalen Förderprogramm gibt es, wenn die zuwendungsfähigen Kosten mindestens 3000 Euro betragen.

Sowohl das Integrierte Städtebauliche Förderprogramm, als auch das Kommunale Förderprogramm nickten die Mitglieder des Stadtrats einstimmig ab.

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