Der Stadtchef und der Stadtpfarrer sitzen mit der Jubilarin und deren Ehemann Matthias zusammen und sind beeindruckt, wie erfrischend beide aus ihrem Leben erzählen. Er ist aus Ödwalpersreuth und sie aus Falkenberg. Sie lernten sich kennen, und schon nach einem Vierteljahr wussten sie, dass es passt, und heirateten. Das war vor 62 Jahren.
Die standesamtliche Trauung war in Bernstein im Wirtshaus. "Wir haben es in den über 60 Jahren noch nicht geschafft, einmal zu streiten", verraten die beiden. Jetzt rentiere es sich auch nicht mehr. Es gebe zwar die eine oder andere Diskussion in der Haushaltsführung. Beide kochen noch selbst und erledigen auch den Haushalt. Größere Sachen übernimmt der im Haus lebende Sohn, ebenso die Besorgungen. Neben dem Sohn hat die Jubilarin vier Töchter. Neun Enkel gehören zur Familie. Ein weiterer ist in jungen Jahren tödlich verunglückt. Das sei ihr größter Schicksalsschlag gewesen. Vier Urenkel kommen noch hinzu. Vor sechs Jahren hatte Theresia Schedl ihre erste größere Krankengeschichte mit dem Herz. Sie bekam einen Schrittmacher. Seit vier Jahren machen nun die mit den Füße Probleme. Der Rollstuhl ist ihr da ein großes Hilfsmittel, mit dem sie in der Wohnung mobil ist. Sie löst gerne Kreuzworträtsel. Dem Pfarrer erzählt sie, dass sie sich öfter in der Woche in Kirche-TV einen Gottesdienst ansehen und auch immer wieder die CD von einem Gottesdienst in Windischeschenbach mit Pfarrer Bartel auf dem Player anhören. Mit der Ankündigung, dass sie in eineinhalb Jahren zum 90. Geburtstag von Ehemann Matthias wiederkommen, verabschieden sich der Geistliche und das Stadtoberhaupt.













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