22.10.2018 - 15:10 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Verkauf des Bahnhofs: Auktionshaus nimmt Stellung

Die Versteigerung des alten Bahnhofs in Windischeschenbach schlägt hohe Wellen. Nun meldet sich das Auktionshaus zu Wort.

Der alte Bahnhof in Windischeschenbach.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Vorstand Matthias Knake schreibt in einer E-Mail, der Vertreter der Stadt habe sich nicht ordnungsgemäß legitimiert. Der leitende Auktionator hätte über die Anwesenheit des zweiten Bürgermeister informiert werden müssen. Seinen Worten nach habe eine Anmeldung am Empfang nicht gereicht. Außerdem sei zu keinem Zeitpunkt vereinbart worden, dass ein Vertreter der Stadt persönlich anreisen und mitbieten würde.

Diese Worte nimmt Bürgermeister Karlheinz Budnik verwundert zur Kenntnis und stellt klar, dass sich die Stadt sehr genau auf diesen Termin vorbereitet hätte. "Unser Kämmerer hat mit einer Dame des Auktionshauses telefoniert, um das Vorgehen abzusprechen", informiert Budnik. Der zweite Bürgermeister Erich Sperber habe natürlich eine Legitimation der Stadt dabei gehabt. "Wir haben im Vorfeld sogar ein Exposé angefordert." Nie sei die Rede davon gewesen, dass sich Sperber zusätzlich noch beim verantwortlichen Auktionator melden müsse.

Knake weist in dem Schreiben noch einmal ausdrücklich auf den Datenschutz hin. Das Auktionshaus könne die Identitäten der anderen Bieter nicht bekanntgeben. Auch gegenüber der Presse wolle man keine Ausnahme machen. Knake bestätigt jedoch: "Die Gebotsabgabe durch den Vertreter der Stadt hat jedenfalls keinen erheblichen Schaden verursacht, da ein weiterer Bieter erst kurz vor dem Zuschlag aus dem Bietungsfeld ausgestiegen ist."

Der Vorstand des Auktionshauses legt Wert darauf, die Situation vor Ort am 21. September noch einmal darzustellen. "Beim Aufruf des Objektes Windischeschenbach gab es wie bei anderen Objekten ebenfalls ein sehr intensives Bietungsgefecht mit vielen Kaufinteressen."

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