Im Mittelpunkt der Marktratssitzung in Winklarn stand die Abwasseranlage in Muschenried. Deshalb kamen viele Muschenrieder als Zuhörer zur Sitzung. Die Baumaßnahmen sind mittlerweile abgeschlossen und die Kläranlage ist in Betrieb. Die Verwaltung erstellte nun eine vorläufige Beitragskalkulation zur Erhebung der Vorschüsse.
Die abschließende Kalkulation kann erst nach endgültiger Prüfung der Schlussrechnungen und der Mitteilung des Wasserwirtschaftsamtes Weiden über die endgültige Zuwendung erfolgen. Die Festlegung der Beitragssätze erfolgt somit auf der Basis der vorläufigen Berechnung.
Gesamtkosten rund 1,2 Millionen Euro
Geschäftsstellenleiter Anton Brand erläuterte die Kosten der einzelnen Bauabschnitte, die Grundlage der Berechnungen sind. Die Kosten schlüsseln sich in folgende einzelne Bereiche auf: Bautechnischer Teil (527.124 Euro), maschinentechnischer Teil (452.672 Euro) und elektrotechnischer Teil (118.262 Euro). Dazu kommen noch Baunebenkosten von 197.650 Euro und Sonstiges – zum Beispiel Entsorgungen und Tor – mit 73.447 Euro. Davon wird die erwartete Förderung in Höhe von 135.065 Euro abgezogen. Von den berechneten Kosten von 1.234.090 Euro sind die Mehrkosten für eine eventuelle Erweiterung bereits abgezogen. Die Kosten werden zu einem Drittel auf die Grundstücksflächen und zu zwei Dritteln auf die Geschossflächen umgelegt.
So ergaben sich folgende Beitragssätze: 1,52 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 12,70 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Zur Erhebung der Vorschüsse wurden vier Raten festgelegt: Frühjahr 2025, Herbst 2025 und Sommer 2026 mit jeweils 25 Prozent. Die vierte Rate kommt nach der endgültigen Berechnung. Den Termin legt der Marktrat fest. Die Markträte stimmten einstimmig für die berechneten Beitragssätze.
Der Plan zur dritten Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Thanstein und die Aufstellung eines vorhabensbezogenen Bebauungsplans „Solarpark Berg“ mit frühzeitiger Beteiligung wurde von den Räten zur Kenntnis genommen. Die Belange des Marktes sind nicht berührt.
Neue Feldgeschworene
Das Gremium bestätigte anschließend den wieder gewählten Kommandanten der Feuerwehr Pondorf, Sebastian Ruml. Er hat alle Lehrgänge und wurde auch von Kreisbrandrat Christian Demleitner bestätigt. Von der Marktgemeinde Winklarn wurde 2011 die Zahl der Feldgeschworenen auf fünf festgelegt. Im März vergangenen Jahres verstarb Johann Karl und im November legte Günther Karl sein Amt nieder. Somit fehlen zwei. Innerhalb von sechs Monaten sollte ein Nachfolger gewählt werden. Weil im Fall von Johann Karl diese Frist schon verstrichen ist, musste der Marktrat wählen. Alfons Linsmeier bewarb sich für dieses Amt und wurde auch in geheimer Wahl einstimmig gewählt. Die Nachwahl für Günther Karl führen die Feldgeschworenen Andreas Mösbauer sen (Muschenried), Josef Schneider (Haag) und Georg Zangl (Winklarn) selber durch. Bereits beworben hat sich Josef Schöberl aus Schneeberg für das Amt. Die Wahl findet im Februar statt.
Für das Regionalbudget 2025 bei der ILE Brückenland Bayern-Böhmen hat der Marktrat nachfolgende Projekte genehmigt und eingereicht: Anschaffung eines Toilettenwagens für die verschiedenen Feste in der Marktgemeinde, Aufwertung der Kinderspielplätz durch Verbesserung der Bestandsgeräte und Integrierung von Neugeräten, Aufwerten des Dokumentationszentrums Hinterglas durch Umgestaltung der Vitrinen, Erneuern und Verbessern der Medienstation und Restaurierung von vier eigenen Originalbildern sowie Gestaltung einer Betonwand in der Frauensteinstraße zu einer Kinderkunstwand mit Katrin Gierlach.
Förderantrag für Dorfgemeinschaftshaus stellen
Bürgermeisterin Sonja Meier informierte die Räte im nächsten Punkt zum Thema Dorfgemeinschaftshaus in Muschenried. Wie sie sagte, könne es weiter gehen, das Amt für ländliche Entwicklung habe 800.000 Euro in Aussicht gestellt. Nun muss der Zuwendungsantrag gestellt werden. Auch private Personen können Antrag auf Förderung stellen.
Dritter Bürgermeister Robert Eibl hatte abschließend einige Anfragen. Eine davon betraf den Stand der Planungen im Gewerbegebiet. Dazu antwortete Anton Brand: „Die Planungen haben sich verzögert. Das neue Büro ist momentan noch bei der Arbeit.“
„Wie geht es mit dem Wasserschaden im ehemaligen Sparkassengebäude weiter?“, wollte er auch wissen. „Dazu ist ein Angebot zur Sanierung eingegangen, es muss noch geprüft werden“, antwortete Sonja Meier. Weiter wollte er wissen, ob die Gemeinde als Grundstückseigentümer am Frauenstein wie alle Privateigentümer auch von den Windradbetreibern angeschrieben wurden. „Mir ist nichts bekannt,“ war die Antwort der Bürgermeisterin.
Kosten für die Kläranlage
- Gesamtkosten: 1.234.090 Euro
- Aufteilung: Zwei Drittel werden gedeckt von den Geschossflächen mit 12,70 Euro pro Quadratmeter. Ein Drittel wird auf die Grundstücksflächen (1,52 Euro pro Quadratmeter) umgelegt.
- Zahlungsraten: Frühjahr 2025, Herbst 2025 und Sommer 2026 jeweils 25 Prozent. Der Rest folgt nach der vollständigen Abrechnung.




















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